NEIN zur TGL in der
Presse:
September 2007: Gemeinde Scheffau erhält Plan des
geplanten Korridors zur Verlegung der Hochdruckgasleitung
Berichte in Zeitungen, Radio und Fernsehen
Januar:
17.1.2008 SN:"Widerstand gegen Gastransit"
30.1.2008 ORF: "Tauerngas-Pipeline: Landespolitik soll handeln"
Februar:
2.2.2008 Leserbrief an die SN von Markus und Christine Aschner
6.2.2008 SN: "Hochwasserschutz gegen neue Gasschiene in Scheffau"
6.2.2008 Leserbrief an die SN von B.Margreiter: "Der Wahnsinn Tauerngasleitung"
8.2.2008 ORF: "Tauerngasleitung quer durchs Land"
8.2.2008 Kronenzeitung: "Gigantische Gas -Pipelinie führt
sogar durch den Wallersee"
8.2.2008 SN: " Erdgasleitung wird der nächste Aufreger: Betreiber
lenken ein."
13.2.2008 SN: "Neue Front im Erdgasstreit, scheffauer Bürgermeister
kritisiert auch das Land"
13.2.2008 Leserbrief an die SN von Dr. K.Stonawski: "Millionengeschäft
Tauerngasleitung"
13.2.2008 ORF: "Alle für erneuerbare Energien, Weg umstritten"
14.2.2008 SN :"Machbarkeitsstudie für die Erdgasleitung läuft
bereits"
15.2.2008 SN: "Kuchl: Wir leiden schon genug!"
März:
3.3.2008 ORF:"Neue Gasleitung Richtung Süden geplant"
8.3.2008 TGL: "Lungauer Bürgermeister kooperationsbereit!"
13.3.2008 ORF:" Projekt Erdgasleitung verzögert sich"
17.3.2008 Leserbrief an die SN von S.Balcke: " Sinn der Tauerngasleitung?"
23Mai:
16.5.2008 ORF: Bürgermeister Aschauer: "Kritik an fehlender
Information"
Juni:
12.Juni: Erste Versammlung der betroffenen Scheffauer Grundbesitzer,
Pedition an den Salzburger Landtag wird diskutiert.
16.6.2008: Alle Grundbesitzer unterschreiben Pedition
23.6.2008 ORF: "Protest gegen Tauerngasleitung formiert sich"
23.6.2008 Salzburg AG bietet einen Informationstermin am 25.6 am Vormittag
an, dieser Termin wird abgelehnt
23.6.2008 :Versammlung der betroffenen Scheffauer Grundbesitzer mit
Vertretern der Bezirksbauernkammer und Kuchler und Abtenauer Grundbesitzern
im Scheffauer Vereinshaus
24.6.2008 ORF: "Scheffauer Grundbesitzer legen sich quer"
25.6.2008 Kronenzeitung: "Tauerngasleitung: Wir ( Scheffauer) haben
Angst vor Explosionen"
(
zum
Artikel)
26.6.2008 Salzburger Bauer: "Vorsicht mit neuen Verträgen!"
28.6.2008 Salzburg TV: "Scheffau legt sich quer"
30.6.2008 Die " Scheffauer Pedition" wird durch Bürgermeister,
Vizebürgermeister und vier Landtagsabgeordnete aller 4 Parteien
überreicht
30.6.2008 Salzburg AG bietet einen neuen Termin zur Information in Scheffau
nur für die Grundbesitzer an, dieses Treffen wird abgelehnt. Die
Salzburg AG lenkt ein und Bürgermeister Aschauer lädt per
Flugblatt alle Scheffauer und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung
am 7.7.2008 19.30 im Gasthof Pointwirt ein.
30.6.2008 ORF:" Scheffauer überreichen Petition an Landtag
"
Juli:
1.7.2008 SN:" Gegen Erdgasleitung: Widerstand der Grundeigentüemer
wird stärker"
(
zum
Artikel)
1.7.2008 Kronenzeitung: "Lieber reines Wasser statt Gas!"
1.7.2008 Salzburg Heute berichtet über Peditionsüberreichung.
3.7.2008 TN: "Tauerngasleitung: Im Tennengau formiert sich jetzt
Widerstand"
3.7.2008 Salzburger Bauer: "Petition gegen Tauerngasleitung"
7.7.2008 Informationsveranstaltung der TGL in Scheffau im Beisein vieler
Scheffauer, Abtenauer und Kuchler, der Landwitschaftskammer, 4 Landtagsabgeordneten
und Presse /ORF
7.7.2008 Salzburg Heute: Tauerngasleitung: Betreiber informieren jetzt"
8.7.2008 ORF: " Tauerngasleitung: Ablehnung bei Bürgerabend"
8.7.2008 SN:" Trasse für Erdgasleitung fertig, viele Gemeinden
dagegen"
8.7.2008 Kurier: "Erdgasleitung über die Alpen"
8.7.2008 Kronenzeitung: ""Scheffau wehrt sich: Pipeline zerstört
unser Tal!"
8.7.2008: Salzburg Heute: "Scheffau wehrt sich gegen Tauerngasleitung
"
9.7.2008 Bezirksblatt: "Grundbesitzer wehren sich"
9.7.2008 SN: "Das wollen wir nicht!"
10.7.2008 SN: "Jetzt wehren sich Kuchler Grundeigentümer"
10.7.2008 TN: "Wollen keine Gasleitung"
10.7.2008: Salzburger Bauer: "Tauerngas: Informationsveranstaltung
füer Grundbesitzer"
10.7.2008 "Land will Erdkabel per Gesetz fixieren / Gemeinden fordern
Geld für Gasleitung"
11.7.2008 ORF: Strom und Gasleitungen:" Gemeinden: Bald alle gegen
alles?"
11..7.2008: Presseaussendung der grünen Bäuerinnen und Bauern:
"Tauerngasleitung: Verhandlungen über Grundablöse sind
gescheitert"
11.7.2008 ORF: Bürgermeister drohenLeitungsplanern
11.7.2008: Kärntner Bauer: "Keine Einigung erzielt"!
11.7.2008 Einladung der Bezirksbauernkammer Hallein zum Informationsabend
füer Grundbesitzer
11.7.2008 Kronenzeitung: "Widerstand der Bevölkerung wächst
und wächst"
11.7.2008 ORF: "Gas und Stromleitungen, Gemeinden: Bald alle gegen
alles?"
11.7.2008 Presseaussendung der Grünen Bauern Kärntens: "Die
Betroffenen sollen endlich offen informiert werden!
11.7.2008 S.W.: " Mit Sicherheit Gas geben"
14.7.2008 Kronenzeitung: : Tauerngasleitung: Chef wirft Handtuch!"
14.7.2008 SN: "Chef der Tauerngasleitung tritt zurüeck"
15.7.2008 Erste Informationsveranstaltung der Bezirksbauernkammer Hallein
in Sachen TGL beim Gasthof Angerer in Oberalm um 20h
16.7.2008 ORF: "Regelmässig Geld für Leitungen gefordert"
16.7.2008 SN. Leserbrief C. Strubreiter: " TGL und die Flucht nach
vorne!"
17.7.2008 TN: " Kuchler gegen Tauerngasleitung"
17.7.2008 SN: Leserbrief S. Balcke Reuchlin : " Kein Vertrauen
mehr zur Gasleitung"
17.7.2008 SN: Leserbrief B. Margreiter: " Nein zur Tauerngasleitung!"
17.7.2008 TN: " Stand der Technik"
19.7.2008 ORF:" Bauernkammer unterstützt Gegner der TLG"
22.7.2008 SN Leserbrief S. Balcke Reuchlin: " Offenheit und Transparenz"
23.7.2008 Kronenzeitung: " Tauerngas: Landeskompetenz
23.7.2008 Bezirksblatt: " Gasleitung: Ruhe vor dem Sturm?"
25.7.2008 SN: Tauerngasleitung: Gemeinden fordern drei Alternativen"
25.7.2008 ORF: " Neue Varianten für Tauerngasleitung"
28.7.2008 SN: " Plakataktion gegen TGL startet
30.7.2008 Kronenzeitung: " Lammertal gegen Gas Leitung!"
(
zum
Artikel)
30.7.2008 Bezirksblatt: " Fünf gegen Freileitung und CO!"
30.7. 2008 TGL stellt sich in Abtenau nur den Grundbesitzern vor
August 2008
1.8.2008 SN: Leserbrief Christine und Markus Aschner"TGL und die
Flucht nach vorne"
2.8.2008 Scheffauer und Abtenauer bitten um einen Gesprächstermin
bei der Landeshauptfrau
( bis heute, Mitte Septemer keine Antwort)
4.8.2008 SN: Leserbrief Eva Pohn: "Wiederstand gegen Gasleitung
gefragt"
11.8 2008 Ing Matzinger der Bezirksbauernkammer Hallein informiert Otto
Lapuch über die Ablehnung der TGL im Tennengau
13.8.2008 Salzburg AG erhöht den Gaspreis
14.8.2008 Kronenzeitung: "Päne ( im Internet) ändern
nichts am Protest. Auch Flachgau ist dagegen."
17.8.2008 ORF: Landesrat Eisl: " ÖVP nicht grundsätzlich
gegen Leitung!" Gazprom hat schon Interesse bekundet. Das wirtschaftliche
Interesse sei nicht automatisch ein Öffentliches!
(
zum
Artikel)
25.8.2008 ORF: Im Tennengau haben Einzelgespräche
mit den von der TGL betroffenen Grundeigentümer begonnen. Die ersten
haben bereits Wegerechtsverträge für die Tauerngasleitung
unterschrieben!
25.8.2008 Telefonat mit Otto Lapuch:
"Wie ist es möglich, dass Sie den Tennengauer Bürgermeistern
die Prüfung von neuen
Lapuch: "Diese Meldung ist ein Irrtum der Frau Wedenig!"
26.8.2008 SN: Heidi Reiter fordert nochmals den Klimacheck
29.8.2008 Kronenzeitung: " Grundeigentümer halten zusammen!
Boykott des Infotreffens in Ebenau!"
30.8.2008 SN Leserbrief von Sirikit Balcke:" Unverschämtes
Vorgegen der TGL"
September 2008
3.9.2008 Dr. Haslauer antwortet auf das Gesuch um einen Gesprächstermin
zur Klärung des öffentlichen Interesses: Zuständig ist
landesrat Eisl. Ich bin gerne gbereit, Ihrer Gruppierung, den Bürgermeistern
aber auch den Projektbetreibern zum Arbeitsausschuss der Salzburger
Landesregierung einzuladen.
4.9.2008 Salzburger Bauer: DI. Brunnauer" Ein Versuch der Verunsicherung!"
8.9.2008 Wirtschaftsblatt: " Industrie schüttelt Kopf über
Tauerngasplaner= taktischer Diletanismus
Frage: " Wieviele Grundbesitzer haben bis jetzt unterschrieben"?
Lapuch: " Viele und es kommen täglich viele dazu!"
Frage: " Wie steht es mit den Verhandlungen mit der Landwirschaftskammer!"
Lapuch: " Wir haben mit der Kammer die besten Beziehungen und die
Gespräche laufen gut!"
12.9.2008 Landesrat Eisl im Beisein von Dr. Haslauer zum
Thena zur möglichen Enteignung für die TGL:" Wenn alle
Grundbesizer zusammen halten, werden Enteignungen nicht möglich
sein!"
13.9.2008 SN:" E Controll Chef Walter Bolzer: "
Da der Wettbewerb in Österreich nicht funktioniert, ist Strom und
Gas im Jahr 2007 im Vergleich zur EU überaus teuer geworden!"
15.9.2008 Der Vorsitzende des Energieausschusses Österreichs,
Herman Schultes fordert im Bauernjornal, dass die österr. Energieversorgung
von Krisengebieten, wie Lybien und Russland unabhängig wird.
16.9.2008
Telefonat mit DI Brunnauer:
Frage:" Gibt es denn wirklich neue Verhandlungen zwischen der Landwirschaftskammer
und der TGL?"
DI Brunnauer: "Bisher gibt es keine neuen Verhandlungen!"
17.9.2008
Telefonat mit Ing. Winter von der RAG in Haidach:
Frage: "Stimmt es, dass die Gazprom Mitbesitzer des Gasspeicher
Haidachs ist?"
Ing. Winter:Ja, das stimmt. Haidach ist ein Joint Venture Projekt und
gehört zu 33% der RAG, zu 33% der Wingas und zu 33% zur Gasexport=
Gazprom!"
19.9.2008 Informationsabend in der TGL Gegner Mauterndorf
im Beisein der TGL Planer
20.9.2008
ORF: "Massiver Widerstand nun auch im Lungau!"
Kronenzeitung: " Verhandlungen für Gasleitung bis Frühjahr
gestoppt"
(
zum
Artikel)
S.N: " Planung für Gasleitung gestoppt"
22.9.2008
Brief von Landesrat Eisl an Herrn Haberpeuntner aus Kuchel:
"Aus energiepolitischer Sicht kann ich anmerken, dass die Tauerngasleitung
im Energieleitbild des Landes nicht erwähnt ist und aus Sicht des
Landes Salzburg keine Priorität besitzt."
25.9.2008 Informationsabend der TGL. Vertreter der Flachgauer
und Tennengauer Gemeinden sind anwesend und unterstützen den Lungauer
Protest
26.9.2008
Kronenzeitung: "Jetzt auch im Lungau Widerstand: Grundeigentümer
berichten von dubiosen Verhandlungen der Betreiber"
(
zum
Artikel 1) (
zum
Artikel 2)
27.9.2008
Kronenzeitung: "Ein Landwirt aus Mauterndorf wehrt sich. Er ist
nicht alleine!"
(
zum
Artikel)
28.9.2008
Kronenzeitung: " Proteste im Lungau: Mit welchen Tricks man sich
in NÖ eine Umweltprüfung ersparte"
(
zum
Artikel)
2.10.2008 Landeshauptmannstellvertreter Dr. Haslauer und
Landesrat Eisl laden die TGL Gegner zur Arbeitsauschussitzung der Salzburger
Landesregierung
3.10.2008 Kärntner Bauer: " Verträge der
Tauerngasleitung noch nicht unterschreiben!"
(
zum
Artikel)
3.10.2008 Kärnter Bauer: "Russengas gegen heimisches
Holz" von Dipl.Ing: Peter Goess
4.10.2008 Die Kärntner Bauern beschliessen sich zu
wehren und senden Einladung zu einer Informationsveranstaltung am 9.Oktober
um 19 h im Gasthof Staber in Radenthein!
3.Okt Kärntner Bauer: " Russisches Gas gegen
Kärntner Energieholz"
5.10.19.2008 Landwirtschaftskammer Salzburg und Kärnten
setzten Gespräche mit den Vertretern der TGL fort!
9.Okt Informatonsabend im Gasthaus Staber in Radenthein
( im Beisein von 5 Mitarbeitern von der TGL . Sprecher sind: Dieter
Burgstaller (BZÖ), Dipl.Ing Peter Goess (ÖVP), Vizebürgermeister
Max Felsberger (SPÖ) und Michael Johann (Grüne)
9.Okt. Kleine Zeitung :" Kärntner Waldbesitzer
gegen Erdgas Multis"
10.Okt: SN: " Gutachten für Gaspipeline: Die
Planer wollen die slzb. Landespolitik überzeugen, dass die neue
Leitung unbedingt notwendig ist!"
10.Okt: Kleine Zeitung: "Widerstand gegen Erdgasleitung
wächst!"
(
zum
Artikel)
10.Okt: Kronenzeitung: " Neuer Aufstand gegen Gasautobahn
in Salzburg: Verdichterstation braucht so viel Stom wie ein Salzachkraftwerk
erzeugt!"
28. Okt: Salzburger Krone und SN: Die TGL tarnt Werbeeinschaltung
als redaktionellen Artikel
(
zum
Artikel)
29. Okt: Salzburger Bauer "Ablehnung"
(
zum
Artikel)
13. Nov.: Salzburger Nachrichten "Wirbel über
Rahmenvereinbarung der Kammer"
(
zum
Artikel)
30. Nov.: Kärntner Krone "Tauerngasleitung:
Liesertal ist gegen 900-Mio.-Projekt"
(
zum
Artikel)
12. Dez.: Spittaler Monat: "Total-Blockade im Liesertal!"
(
zum
Artikel)
15. Dez.: Kleine Zeitung: Präsidium des BZÖ-Kärnten
mit LH und LH-Stv. einstimmig gegen Tauerngasleitung!
(
zum
Artikel)
29. Dez.: Kleine Zeitung: Dauerstreit um Erdgas-Pipeline
(
zum
Artikel)
31.Dez.: Peinlich für die Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung:
Während WK-Präs. Pacher in der Kleinen Zeitung darüber
fabuliert, wie wichtig das Gas aus dieser Leitung für die Kärntner
Industrie ist (
zum
Kleine-Artikel), erklären die Betreiber in der Krone, daß
für Kärnten überhaupt kein Gas aus dieser Leitung vorgesehen
ist (
zur
Krone-Titelseite und
zum
Krone-Artikel)
24. Februar 2010: Bezirksblatt: Aussprache der Tauerngasgegner
mit der Salzburg AG
(
zum
Artikel)
Pressemitteilung 6.10.2008
Nein zur Tauerngasleitung
Kärntner Bauern und Grundbesitzer
gründen Interessensgemeinschaft gegen Tauerngasleitung! Informations-
und Gründungsveranstaltung am Donnerstag in Radenthein...
Ausgehend von Radenthein breitet sich der Widerstand gegen
die geplante Tauerngasleitung derzeit auf sämtliche von der Trassenführung
betroffenen Kärntner Gemeinden aus. KR GR Dieter Burgstaller, Unternehmer
und Landwirt aus Döbriach, hatte bereits bei der Informationsveranstaltung
der Landwirtschaftskammer im August in Radenthein mit seiner Aussage
"Über meinem Grund und Boden nur über meine Leiche!"
stürmischen Applaus von Seiten der anwesenden Bauern erhalten.
In den vergangenen Tagen kontaktierte er zahlreiche Grundbesitzer entlang
der geplanten Trasse von Krems bis ins Gailtal und war überrascht
von der überwältigenden Stimmung gegen die Gasleitung. "Ca.
90% der bisher telefonisch kontaktierten Grundbesitzer sind vehement
gegen die Leitung und wollen die Verträge mit der TGL keinesfalls
unterschreiben", berichtet Burgstaller. Mehrere kleinere Unterschriftensammlungen
von Gegnern wären bereits im Laufen - diese gelte es jetzt in einer
gemeinsamen Initiative zu bündeln. Dabei ginge es aber der Mehrheit
der Betroffenen nicht etwa nur um die Entschädigungsgelder, sondern
ums Prinzip: Die Entwertung der Grundstücke auf ewige Zeiten und
die Gefahr für die Anrainer!
Mittlerweile ist Burgstaller auch bereits mit den Bürgerinitiativen
und Interessensgemeinschaften auf Salzburger Seite in Kontakt. "Dort
brodelt es bereits gewaltig und die Freunde in Salzburg haben schon
gute Vorarbeit geleistet und Informationen gesammelt, die uns zugute
kommen!" weiß Burgstaller.
Am Donnerstag, dem 9. Oktober, findet im Gasthof Staber in Radenthein
um 19 Uhr die erste große Informationsveranstaltung statt, für
die die eingeladenen Salzburger Bürgerinitiativen eine Präsentation
vorbereitet haben, in deren Anschluß die Kärntner Interessensgemeinschaft
"NEIN zur Tauerngasleitung" gegründet werden soll. Dazu
sind nicht nur die Grundbesitzer eingeladen, sondern auch die besorgten
Anwohner und Nachbarn aus den betroffenen Dörfern und Siedlungsgebieten.
Burgstaller rät den Grundbesitzern, bis dahin keinesfalls irgendwelche
Verträge oder Vorverträge zu unterzeichnen. ""Ich
war jung und brauchte das Geld" wird keine Ausrede sein, die Eure
Nachfahren akzeptieren werden," warnt er die Grundbesitzer vor
den Langzeitfolgen einer unbedachten Unterschrift. Zwar werde mit dem
"Schmäh", die KELAG mit ein paar Anteilen mit ins Boot
zu nehmen, "nationales Interesse" vorgegaukelt, um mit der
Enteignung drohen zu können, in Wahrheit handle es sich aber lediglich
um die Interessen ausländischer Großkonzerne - das wissen
natürlich auch unsere Politiker, kann der Döbriacher jene
beruhigen, die Enteignungen befürchten.
"Die Konzerne und Ölmultis diktieren uns die Energiepreise
und wissen dabei schon gar nicht mehr, wohin mit dem Geld. Während
sinnlose Wolkenkratzer in die Wüste gestellt werden, sollen unsere
Bauern mit einer einmaligen Almosenzahlung abgespeist werden. Aber diese
Leitung endet spätestens an meiner Grundstücksgrenze in Döbriach!
Wir sollen diese Leitung durchlassen, damit andere das Geschäft
machen. Es wird Zeit, dass alle Österreicher dagegen aufstehen,
dass unser Grund und Boden für die Gewinne der ausländischen
Großkonzerne herhalten muß und wir dafür, dass wir
sie durch unser Land lassen, auch noch die überteuerten Energiepreise
bezahlen!" Außerdem sei das Erdgas ja das Konkurrenzprodukt
für unsere Bauern, denn Kärnten habe eigentlich die Weichen
schon längst auf erneuerbare Energie gestellt, schließt der
Radentheiner Gemeinderat Burgstaller seine Kritik an der TGL.
Unter www.NEINzurTGL.com findet man ab sofort die aktuellen Informationen,
sowie wichtige Termine.
Pressemitteilung 13.11.2008
Tauerngasleitung: Landwirtschaftskammer
verhandelte unter Ausschluß der Öffentlichkeit, der Bauern
und des eigenen Präsidiums!
Vizepräsident Bgm. Peter Suntinger erhebt schwere
Vorwürfe: Die handelnden Personen seien keine Berufsgruppenvertreter,
sondern Berufsgruppenverräter!
Große Aufregung bei der am Mittwoch 12.11.08 stattgefundenen
Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative NEIN zur TGL
für das Liesertal in Kremsbrücke: Im Publikum befand sich
der Großkirchheimer Bürgermeister Peter Suntinger (BZÖ),
der zugleich Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer
ist. Dieser meldete sich in der anschließenden Diskussion zu Wort
und erklärte wörtlich: In dieser Angelegenheit ist die
Landwirtschaftskammer nicht Berufsvertreter sondern Berufsverräter!
Im Vorstand der Landwirtschaftskammer Kärnten, dem er angehört,
hätte es erstmals im Jänner und ein weiteres Mal am 17. April
lediglich einen kurzen Bericht gegeben, dass eine Gasleitung vom Katschberg
bis Arnoldstein in Planung sei. Durch die jetzigen Zeitungsberichte
sei er hellhörig geworden und habe bei seinen Nachforschungen herausgefunden,
dass der Präsident und die Kammerbediensteten zu jenem Zeitpunkt
bereits über Monate hinweg - zumindest von Jänner bis April
- Verhandlungen über Entschädigungszahlen mit der TGL geführt
haben, was er mit den vorliegenden Protokollen belegen könne. Es
gibt auch einen Nachweis, wo sämtliche Besprechungen von der LK
Kärnten, LK Salzburg und TGL aufgezeichnet sind.
Weder das Präsidium noch die betroffenen Grundeigentümer und
Bauern wären darüber informiert gewesen. Die Kärntner
Landwirtschaftskammer habe sich damit - bewusst oder unbewusst - zum
Erfüllungsgehilfen für die Tauerngasleitung entwickelt. Die
LK ist nicht nur sang- und klanglos die Grundbesitzer übergangen,
sondern hat auch die geplante Leitung möglichst lange vor der Öffentlichkeit
verheimlicht, aber gleichzeitig Scheingefechte für die Bauern geführt.
Suntinger bezeichnete diese Informationsverheimlichung als Verrat an
den eigenen Mitgliedern und ließ die Frage im Raum stehen, warum
sich die handelnden Personen zu Steigbügelhaltern der deutschen
und russischen Gaskonzerne machen ließen ...
Dieter Burgstaller, Initiator der Bürgerinitiative
NEIN zur TGL, bestätigt diese Vorgangsweise der Landwirtschaftskammer.
Bei einer Kammerveranstaltung in Radenthein am 23. Juli habe Dr. Hartlieb
noch Unterschriften der Grundeigentümer gesammelt, um laut eigener
Aussage als Landwirtschaftskammer überhaupt in Verhandlungen treten
zu können - nun wären die Beweise am Tisch, daß in Wahrheit
zu diesem Zeitpunkt bereits seit 7 Monaten verhandelt worden war. Jetzt
dienen diese eigentlich zur Gegnerschaft geleisteten Unterschriften
plötzlich dem Gegenteil - nämlich der Untermauerung des Verhandlungsergebnisses,
welches jeder Rechtsanwalt als Hohn bezeichnen müsse.
Die Tauerngasleitung ist eine Transit-Pipeline, die von
der deutschen E-on-Ruhrgas geplant wurde und das Verteilerzentrum Haidach
in Oberösterreich (zu 33% im Besitz der russischen Gasprom) mit
Italien verbinden soll. Es gibt kein kärntnerisches bzw. österreichisches
öffentliches Interesse an dieser Leitung - im Gegenteil widerspricht
der Verbrauch fossiler Brennstoffe sogar dem Energieleitbild unseres
Landes, welches für die Zukunft auf erneuerbare bzw. nachhaltige
Energie - nicht nur in Bezug auf Umweltschutz, sondern auch auf Unabhängigkeit
- aufgebaut ist.
Die Veranstaltung NEIN zur TGL im Liesertal
war nach dem Raum Radenthein und nach dem Gailtal die dritte Informationsveranstaltung
der Bürgerinitiative. Laut Dieter Burgstaller wäre nun aber
eine breite Aufklärung der Öffentlichkeit notwendig, da die
Transit-Leitung natürlich nicht nur die direkten Grundbesitzer
betrifft, sondern auch massive Auswirkungen auf Nachbarn (Wegerechte,
Quellschutz, Erosion...) und umliegende Bevölkerung (Explosionsgefahr,
Umweltschutz, CO2...) hat. Eine Abhängigmachung Österreichs
und Europas vom Erdgas bedeutet für die Zukunft, daß die
Preise für unsere Energie nur noch im weit entfernten Ausland festgesetzt
und aufgrund der zu Ende gehenden Rohstoffe ins Unermessliche steigen
werden.
Dies bestätigte und bekräftigte auch der Ebenthaler
VzBgm. Max Felsberger, Gesamtsprecher der Bürgerinitiativen gegen
das Gaskraftwerk in Klagenfurt und Sprecher der ARGE Nachhaltige
Energie für Kärnten:
Diese Vorgangsweise der verantwortlichen Landespolitiker
und sog. Interessensvertreter wird von den betroffenen Bürgern
nicht verstanden. Warum setzt man, wo weltweit bekannt und wissenschaftlich
belegt ist, dass die Verwendung von fossilen Brennstoffen für die
Energiegewinnung eigentlich nicht mehr dem Stand der Zeit entspricht
(Klimaschutz, Energieabhängigkeit uvm.) noch immer stur und beharrlich
auf die saubere Energiegewinnung durch Gaskraftwerke. Was
sind die Gründe dafür ?
Sicher nicht die Umsetzung der Kärntner Energieleitlinien
oder gar eine Maßnahme und ein Gegensteuern zur derzeitigen Wirtschaftskrise.
So werden 900 Mio Euro in den Ausbau der Gaspipline für
die Russen und 350 Mio Euro für ein Gaskraftwerk in den Sand gesetzt,
anstatt dieses Geld sinnvoll in den Ausbau der elternativen Eergie zu
investieren.
Nur wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt schon auf Alternativen
(Biomasse, Solar, Wind, Erdwärme...) umrüsten, werden wir
die Krisen beim Versiegen der fossilen Ressourcen überstehen können.
VzBgm. Felsberger bezeichnete das Verbrennen der Ressource Erdgas im
Hinblick auf die Zukunft als Verbrechen an die nachfolgenden Generationen.
Pressemitteilung 14.11.2008 (Grüne
Bäuerinnen und Bauern)
Tauerngasleitung: Verrät die Landwirtschaftskammer
die Interessen der Kärntner und Salzburger Bauern?
Michael JOHANN: "Landwirtschaftskammer darf faulem
Kompromiss nicht zustimmen!"
"Es ist ein Skandal, dass die Landwirtschaftskammern
von Kärnten und Salzburg bei der Aushandlung von Rahmenvereinbarungen
mit der Tauerngasleitung die Bedenken der betroffenen GrundeigentümerInnen
ignorieren," stellt Michael Johann, der Obmann der Grünen
Bäuerinnen und Bauern Österreich fest. "Denn es gibt
eine Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern, denen nicht eine möglichst
hohe Entschädigungssumme sondern die Bewahrung der Kulturlandschaft,
die Sicherheit für Mensch, Umwelt und Klima am Herzen liegt. Überdies
behindert der Ausbau der fossilen Energieinfrastruktur die Nutzung der
erneuerbaren Energien!"
In den Verhandlungen zwischen der Tauerngasbetreiberin
TGL und den Landwirtschaftskammern von Kärnten und Salzburg gibt
es laut Salzburger Nachrichten seit Montag einen Kompromiss über
eine Rahmenvereinbarung, nach denen die GrundeigentümerInnen entschädigt
werden sollen. Der Inhalt wird allerdings bis heute geheim gehalten.
Skandalös ist, dass die Rahmenvereinbarung bis heute weder im Präsidium
noch in der Vollversammlung der LK Kärnten diskutiert wurde. Die
Verhandlungen mit der TGL wurden deshalb von Peter Suntinger, dem 2.
Vizepräsidenten der LK Kärnten bei einer Veranstaltung am
Mittwoch in Kremsbrücke sogar als "Verrat an den Kärntner
Bauern" bezeichnet. Auch in Salzburg gibt es offenbar einen heftigen
internen Wirbel in der Kammer, da sich die örtlichen Bauernvertreter
von der LK-Führung überfahren fühlen.
"Die Pipeline ist für die Bäuerinnen und
Bauern ein Verlustgeschäft!" erklären Johanna Gerhalter
und Georg Sams von den Grünen Bäuerinnen und Bauern Salzburg.
TGL-Betreiber verdienen sich an der Pipeline goldene Nasen, die Bauern
bekommen nur einen Schlapf: Von den mittlerweile auf 900 Mio. Euro hinaufgeschraubten
Investitionen für den Bau der 260 km langen Pipeline werden nur
etwa 25 Mio. Euro für die Ablöse von land- und forstwirtschaftlichen
Grundstücken bezahlt werden. "Wenn die Pipeline gebaut wird,
konkurrenziert das Erdgas unsere heimischen Energieträger wie Biomasse.
Es wäre sinnvoller für die Energieversorger Kelag und Salzburg
AG, statt in fossiles Erdgas aus dem Ausland in heimische erneuerbare
Energien zu investieren, fordert Johann den Planungs- und Baustop für
den Ausbau der Tauerngasleitung!
"Wenn nun die Verdichterstation in Flachau ´eingespart´
und der Leitungsdurchmesser der Pipeline von 80 auf 90 cm erweitert
wird, ist das ein zweischneidiges Schwert: Denn dann kann in Zukunft
die Pipeline-Kapazität relativ einfach erweitert werden und die
enorme Klimabelastung durch die Leitung weiter erhöht werden,"
befürchtet Michael Johann.
Pressemitteilung 29.11.2008
Tauerngasleitung: Total-Blockade im
Liesertal
Nach etlichen Anrainergemeinden in Salzburg
sperrt sich jetzt auch Kärnten gegen die geplante Trasse der Transit-Pipeline:
Über Parteigrenzen hinweg massiver Widerstand der Liesertaler Gemeinden!
Die drei Veranstaltungen in Bezug auf die Tauergasleitung
im Liesertal machten klar: Keiner will die Transitleitung der TGL durchlassen.
Bereits vor zwei Wochen hatte sich der Gmündner Bürgermeister
Josef Jury (BZÖ) in Kremsbrücke gegen die Leitung ausgesprochen.
Gmünd sei zwar von der Trasse nur am Rande, der Abzweigung ins
Nöringtal, betroffen, er werde aber sein gesamtes Gewicht als Nationalrat
gegen die Tauerngasleitung in die Waagschale werfen. Am vergangenen
Mittwoch und Donnerstag wurde bei Veranstaltungen in Rennweg nun auch
von den Gemeinden Rennweg und Krems nachgezogen. Bereits bei der Informationsveranstaltung
mit Vertretern der TGL, organisiert von Bürgermeister Franz Eder
(SPÖ), am Mittwoch kam es zu lautstarker Gegnerschaft durch die
Bevölkerung. In seiner Wortmeldung versicherte Vz-Bgm. Helmut Kari
(SPÖ) als Umwelt- und Sicherheitsreferent der Gemeinde sein klares
Nein zur Tauerngasleitung. Das Liesertal hätte mit der Autobahn
und der Hochspannungsleitung schon genügend zur Infrastruktur des
Landes beigetragen - noch mehr könne man der Bevölkerung nicht
zumuten. Auch Vz-Bgm. Johann Ramsbacher (ÖVP) und GR Werner Aigner
(BZÖ) fanden klare Worte gegen die geplante Leitung. Aigner erinnert
an die Tunnelkatastrophe auf der A10 - damals hätte auch niemand
gedacht, daß so etwas passieren könne.
Am Donnerstag fand die vom BZÖ-Rennweg eingeladene zweite Veranstaltung
mit der überparteilichen Bürgerinitiative "Nein zur Tauerngasleitung"
(www.NEINzurTGL.com) statt, bei der im Anschluß auch die Gemeinde
Krems nachzog und Bgm. Johann Winkler (SPÖ) seine Gegnerschaft
zur Transit-Pipeline erklärte.
Man einigte sich darauf, bei den nächsten Ausschußsitzungen
bereits klare diesbezügliche Beschlüsse für den Gemeinderat
zu formulieren.
Auch in der Stadtgemeinde Radenthein wurde von GR Dieter Burgstaller
(BZÖ und Bürgerinitiative Nein zur TGL) bereits ein Antrag
eingebracht, nach Vorbild von bereits mehreren Salzburger Gemeinden
für öffentliches Gut der Gemeinde keine Verträge mit
der TGL zu unterzeichnen. Einen entsprechenden Antrag hat auch das BZÖ-Ferndorf
bereits formuliert.
Burgstaller ist erfreut über die Total-Blockade im Liesertal. Diese
zeige die Sensibilität der Bevölkerung nicht nur in Bezug
auf die Gefahrenquellen durch die Transit-Pipeline, sondern auch das
Umweltbewustsein - durch Gebiete, wo man verstärkt auf zukunftsorientierte
Alternativenergien setze, den Klimakiller Erdgas pumpen zu lassen, würden
die Menschen nicht verstehen. Allerdings warnt Burgstaller auch vor
geplanten Alternativrouten für die Pipeline. Nach der Total-Blockade
im Liesertal könne die Transitleitung immerhin mit in Anbetracht
der Gesamtkosten von 900 Mio. Euro verhältnismäßig niedrigen
Mehrkosten auch westlich durch das Mölltal oder östlich durch
Görtschitz-, Metnitz- und Gurktal führen. Derartige Alternativrouten
seien immerhin schon im Gespräch. Burgstaller ruft daher alle besorgten
Bürger auf, ihre Gemeindevertreter gerade jetzt vor den anstehenden
Wahlen anzusprechen und klare Beschlüsse gegen die Transit-Pipeline
einzufordern.
LESERBRIEF AN DIE KLEINE ZEITUNG
bezüglich des Artikels vom 29.12.08:
Nein zur Transit-Gasleitung durch Kärnten!
Leider vermittelt der Artikel über die Erdgas-Transitleitung
durch Kärnten ein völlig falsches Bild. Die Tatsachen hätten
auf der Homepage der Bürgerinitiative gegen die TGL (www.NEINzurTGL.com),
die übrigens bereits über mehr als Tausend Unterschriften
verfügt, leicht nachgelesen werden können: Zwar sind Tigas,
Salzburg AG, RAG und KELAG, wie Sie schreiben, Teilhaber am Projekt,
Hauptaktionär allerdings ist die deutsche E-ON/Ruhrgas, die wiederum
zu beachtlichen Teilen der russischen Gasprom und deren diversen Tochterunternehmen
gehört. Selbst die RAG (Rohöl-Aufsuchungs-AG) gehört
zur Hälfte den Russen. Damit ist nebenbei auch der Großgasspeicher
Haidach in Oberösterreich, zu und von dem die TGL das Gas liefern
wird, mehrheitlich in russischer Hand und selbst das lybische Erdgas,
welches über Triest kommen soll, wurde im Austausch für ein
paar MIG-Kampfjets bereits von Putin für Russland gesichert. Hier
von "Diversifizierung" zu sprechen, ist eine blanke Negierung
der Tatsachen, denn die Wahrheit ist das genaue Gegenteil: mit der Transit-Gasleitung
durch Kärnten begibt sich ganz Europa fest in russische Hand. In
Zukunft wird nur noch ein Mann entscheiden, ob Europas Haushalte warm
bleiben und ob und zu welchen Preisen die europäische Industrie
thermische Rohstoffe bekommt: der russische Staatspräsident Vladimir
Putin!
Weiters wurde das Gefahrenpotential einer derartigen Gasleitung mit
ca. 1 Meter Durchmesser durch unsere Dörfer nichtmals erwähnt
- doch auch darüber gibt die Homepage der Bürgerinitiative
mit Beispielen von verheerenden Gasexplosionen Aufschluß. Ob wir
Kärntner uns für russische Profite auf ein Pulverfass setzen
lassen sollen, ist daher äußerst fraglich.
Sicher ist nur eines: Diese Leitung endet an meiner Grundstücksgrenze
in Döbriach, komme was wolle!
Dieter Burgstaller
Sprecher der Bürgerinitiative
NEIN zur TGL (Kärnten)
Glanzerstr. 54
9873 Döbriach
PRESSEMITTEILUNG
Bürgerinitiative "NEIN zur TGL"
bezüglich Interview
mit Herrn Kettl in der Kleinen Zeitung
TGL verdreht angesichts der aktuellen Gaskrise
die Tatsachen
Verdrehung von Tatsachen
Während uns die aktuelle Gaskrise den Wahnsinn der Abhängigmachung
von Erdgas vor Augen führt, versuchen die TGL-Betreiber, denen
dadurch das Wasser bis zum Hals steht, nun mit gezielten Unwahrheiten,
den Spieß umzudrehen:
E-On Chef Bernotat: "TGL liefert
Gas von Russland nach Italien!"
In der Kleinen Zeitung vom 8.1.09 behauptet TGL-Chef Kettl, das Gas
der Tauerngasleitung käme "aus dem arabischen Raum und aus
Lybien", es könne aber auch Gas aus Nordeuropa nach Süden
fließen.
Die Wahrheit ist: am 23.11.08 erklärte Kettls Chef, E-On-Vorstandsvorsitzender
Wulf Bernotat gegenüber Reuters wörtlich: "Wir arbeiten
an der Verbesserung der italienischen Energie-Infrastruktur [...] unter
anderem mit der Tauerngasleitung, welche Gas von Russland nach Italien
durch Zentral-Europa bringen wird." ( Artikel unter http://in.reuters.com/article/oilRpt/idINLN43538720081123
)
Wäre es tatsächlich so, daß es sich (auch) um lybisches
Gas handeln würde, so muß man wissen, daß dieses im
vergangenen Jahr von Russland unter anderem im Austausch mit MIG-Kampfflugzeugen
erworben wurde.
TGL kann nicht vor zukünftigen
Krisen schützen!
Ins selbe Horn bläst Kelag Chef Hermann Egger, die TGL würde
künftigen Gaskrisen vorbeugen. Und spricht die Unwahrheit aus,
man wäre dadurch nicht mehr von einem einzigen Lieferanten abhängig.
In Wirklichkeit ist die TGL über diverse Firmenkonstrukte fest
in russischer Hand. Alleine der Gasspeicher Haidach in Oberösterreich,
zu dem die TGL führen soll, gehört über direkte (Gasprom)
und indirekte Beteiligungen (z.B. über die RAG) bereits zu über
50% den Russen. TGL-Mehrheitseigentümer E-On/Ruhrgas hat diverse
Beteiligungen an Gasprom und deren Tochterfirmen, sowie umgekehrt.
Und auch in diesem Zusammenhang die Lieferungen von Nordseegas im Krisenfall
zu nennen, ist völlig unrealistisch. Denn z.B. deckt das Nordseegas
nur rund 30% des deutschen Bedarfs - wenn Russland die restlichen 70%
abdreht, wie viel bekäme dann wohl Österreich noch von diesem
Nordseegas???
Vollkommen vergessen wird dabei überhaupt, daß kein Tropfen
Erdgas aus der TGL für Kärnten vorgesehen ist. "Die Inlandsverteilung
hat mit der TGL überhaupt nichts zu tun! Die TGL wird eine reine
Transit-Pipeline!" sagt nämlich Helmut Wernhard von der Austrian
Gas Grid Management AG (AGGM) am 31.12.08 in der Kronen Zeitung. Wenn
Kettl also von Abzweigern entlang der Strecke spricht, kennt er sich
anscheinend weder gasmanagementmäßig noch gastechnisch aus.
Denn eine transkontinentale Pipeline mit 100 bar Druck kann ohne erheblichen
technischen Aufwand nicht angezapft werden.
Interessen ausländischer Großkonzerne
sind nicht öffentlich österreichisches Interesse!
Schließlich droht Kettl im Interview mit der Kleinen Zeitung mit
Enteignungen, sollte der Leitung öffentliches Interesse zugesprochen
werden. Für eine Transit-Pipeline im Interesse russischer Konzerne,
kann es jedoch kein öffentliches Interesse Österreichs geben
- außer natürlich, die österreichischen Politiker fallen
auf die verschiedenen Unwahrheiten bezüglich "Diversifikation"
des Gasmarktes herein. Aber so dumm können unsere Politiker ja
nicht sein...?
Grundablösen können aus der
"Portokassa" gezahlt werden!
Aus den von Kettl veröffentlichten Schlüsselzahlen ergibt
sich bei Industriepreisen ein Jahresumsatz für das Gas aus der
TGL von ca. 57 Milliarden Euro. Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren
sind dies 1,7 Billionen Euro - die Kärntner und Salzburger Grundbesitzer
bekommen davon als Ablöse einmalig etwa 0,002% - ein unmoralisches
Angebot!
Lobbying nach amerikanischem Vorbild
Alles andere als russisch ist übrigens die Art der Durchsetzungsversuche
der TGL. Hier arbeitet man mit amerikanischen Systemen, wo bekanntlich
unzählige Lobbyisten vor dem Weißen Haus warten, um für
teures Geld diverse Interessen bei der Politik durchzusetzen. Mit der
ikp PR & Lobbying GmbH wurde nämlich eine Lobbying-Agentur
beauftragt, den österreichischen Politikern und Medien das Projekt
TGL "schmackhaft" zu machen. Daß der zuständige
Konsulent dereinst als Sprecher der ÖVP-Vorarlberg beschäftigt
war, erklärt möglicherweise leider auch ein wenig die völlig
irrationalen Standpunkte von Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer,
Landwirtschaftskammer und LR Martinz zur Tauerngasleitung...
Anders als bei der Finanzkrise kann
sich Österreich vor der Gaskrise schützen - mit erneuerbarer
Energie!
Mit der TGL und der damit verbundenen weiteren Abhängigmachung
von russischem Erdgas - oder besser Erdgas in russischem Besitz - begibt
sich ganz Österreich in die Hand von ausländischen Großkonzernen,
denen es um Gewinnmaximierung und Spekulation geht. Nach der Finanzkrise
sollte man Europa nicht in die Gaskrise stürzen. So wie man heute
offen davon spricht, daß die Urheber der Finanzkrise zur Rechenschaft
gezogen werden sollten, muß auch darüber nachgedacht werden,
die Urheber zukünftiger Energiekrisen juristisch zu verfolgen.
Möglicherweise würde dann von diesen Herren nicht so freizügig
mit unwahren Behauptungen hantiert werden. Verantwortungsvoll und einzig
logisch wäre es nämlich, zum jetzigen Zeitpunkt schnellstens
sämtliche Möglichkeiten der Umstellung auf inländische
wiedererneuerbare Energieträger auszuschöpfen. Und zwar bevor
es zu spät ist!
22.4.2009: Vorfeldbericht über die
Kundgebung in Rennweg
zum KTZ-Artikel (PDF)
23.4.2009: Nachbericht über die Kundgebungen in Rennweg,
Döbriach und Kreuzen, sowie Scheffau und über die ORF-Dreharbeiten
für den "Bürgeranwalt"
zum KTZ-Artikel (PDF)
zum Kleine-Zeitung-Artikel
(JPG)
zum Tennenengauer-Nachrichten-Artikel
(JPG)
Presseaussendung 12.10.2009:
Abgeblitzt im Tennengau: Der Informationsabend Abend
der Tauerngasleitungsplanungsgesellschaft wurde in Kuchl boykottiert!
Am vergangenen Mittwoch fand in Kuchl eine Information
der TGL Betreibergesellschaft statt. Kettl und Co luden schriftlich
und persönlich mehr als 120 Grundbesitzerinnen aus Kuchl ein. Nicht
einmal ein Duzend erschienen!
Die 120 Betroffenen, die ohnehin bereits über das Vorhaben der
Salzburg AG informiert waren, beschlossen die Veranstaltung von Kettl
und Co zu boykottieren, um damit ihre Ablehnung der Transitleitung nochmals
deutlich zu bekräftigen. In dem fast leeren Saal lasen zwei Vertreter
im Namen aller Kuchler eine Erklärung vor. Darin wurde nochmals
klargestellt, dass die Grundeigentümer bereits schon 2 mal durch
ihre Unterschrift bekundet haben, ihre Grundstücke nicht der E.ON-Ruhrgas/
Gazprom für Gas aus Lybien/ Nordafrika zu Verfügung stellen
zu wollen..
Die Landwirtschaftskammer hat ohne Einbindung der betroffenen
Grundeigentuemer einen Vertrag mit der TGL Planungsgesellschaft ausgehandelt.
Die darin enthaltene Bereitstellungsgebühr ist für die
Grundbesitzer unmoralisch, wird als Nötigung betrachtet und ist
demzufolge in einem demokratischen Rechtsstaat unakzeptabel. Da die
TGL dem Wesen nach eine reine "fossile" Transitleitung durch
Österreich mit Gas aus politisch unstabilen Ländern ist, wird
das öffentliche Interesse Österreichs in Hinblick
auf den Klimawandel in Frage gestellt. Die betroffenen Grundbesitzer
und Anrainer werden sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die
von Kettl & Co , (Mitarbeitern der Salzburg AG, einer Firma, die
zu 75% unserem Land Salzburg gehört! ) angedrohtem "Zwangsservitut
" für die TGL wehren!
Beschluss der Gemeindevertretung Kuchl vom 18.12.2008
Die GV .......
Grundbesitzer und Bauern , die "nur " Anrainer
der TGL-Transitleitung sind, daher keine Entschädigung bekämen,
aber eine enorme Wertminderung ihrer Grundstücke durch die Hochdruckpipeline
in Kauf nehmen müssten, wurden von der LWK Salzburg bisher nicht
mal informiert!