NEIN zur TGL - Pressemappe als PDF zum Download und zum Ausdrucken und Verteilen.
...mit allen wichtigen Informationen und Argumenten!

Klicken Sie hier!



NEIN zur TGL in der Presse:

September 2007: Gemeinde Scheffau erhält Plan des geplanten Korridors zur Verlegung der Hochdruckgasleitung

Berichte in Zeitungen, Radio und Fernsehen
Januar:
17.1.2008 SN:"Widerstand gegen Gastransit"
30.1.2008 ORF: "Tauerngas-Pipeline: Landespolitik soll handeln"

Februar:
2.2.2008 Leserbrief an die SN von Markus und Christine Aschner
6.2.2008 SN: "Hochwasserschutz gegen neue Gasschiene in Scheffau"
6.2.2008 Leserbrief an die SN von B.Margreiter: "Der Wahnsinn Tauerngasleitung"
8.2.2008 ORF: "Tauerngasleitung quer durchs Land"

8.2.2008 Kronenzeitung: "Gigantische Gas -Pipelinie führt sogar durch den Wallersee"
8.2.2008 SN: " Erdgasleitung wird der nächste Aufreger: Betreiber lenken ein."
13.2.2008 SN: "Neue Front im Erdgasstreit, scheffauer Bürgermeister kritisiert auch das Land"
13.2.2008 Leserbrief an die SN von Dr. K.Stonawski: "Millionengeschäft Tauerngasleitung"
13.2.2008 ORF: "Alle für erneuerbare Energien, Weg umstritten"
14.2.2008 SN :"Machbarkeitsstudie für die Erdgasleitung läuft bereits"
15.2.2008 SN: "Kuchl: Wir leiden schon genug!"

März:
3.3.2008 ORF:"Neue Gasleitung Richtung Süden geplant"
8.3.2008 TGL: "Lungauer Bürgermeister kooperationsbereit!"
13.3.2008 ORF:" Projekt Erdgasleitung verzögert sich"
17.3.2008 Leserbrief an die SN von S.Balcke: " Sinn der Tauerngasleitung?"

23Mai:
16.5.2008 ORF: Bürgermeister Aschauer: "Kritik an fehlender Information"

Juni:
12.Juni: Erste Versammlung der betroffenen Scheffauer Grundbesitzer, Pedition an den Salzburger Landtag wird diskutiert.
16.6.2008: Alle Grundbesitzer unterschreiben Pedition
23.6.2008 ORF: "Protest gegen Tauerngasleitung formiert sich"
23.6.2008 Salzburg AG bietet einen Informationstermin am 25.6 am Vormittag an, dieser Termin wird abgelehnt
23.6.2008 :Versammlung der betroffenen Scheffauer Grundbesitzer mit Vertretern der Bezirksbauernkammer und Kuchler und Abtenauer Grundbesitzern im Scheffauer Vereinshaus
24.6.2008 ORF: "Scheffauer Grundbesitzer legen sich quer"
25.6.2008 Kronenzeitung: "Tauerngasleitung: Wir ( Scheffauer) haben Angst vor Explosionen"
(zum Artikel)

26.6.2008 Salzburger Bauer: "Vorsicht mit neuen Verträgen!"
28.6.2008 Salzburg TV: "Scheffau legt sich quer"
30.6.2008 Die " Scheffauer Pedition" wird durch Bürgermeister, Vizebürgermeister und vier Landtagsabgeordnete aller 4 Parteien überreicht
30.6.2008 Salzburg AG bietet einen neuen Termin zur Information in Scheffau nur für die Grundbesitzer an, dieses Treffen wird abgelehnt. Die Salzburg AG lenkt ein und Bürgermeister Aschauer lädt per Flugblatt alle Scheffauer und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung am 7.7.2008 19.30 im Gasthof Pointwirt ein.
30.6.2008 ORF:" Scheffauer überreichen Petition an Landtag "

Juli:
1.7.2008 SN:" Gegen Erdgasleitung: Widerstand der Grundeigentüemer wird stärker"
(zum Artikel)

1.7.2008 Kronenzeitung: "Lieber reines Wasser statt Gas!"
1.7.2008 Salzburg Heute berichtet über Peditionsüberreichung.
3.7.2008 TN: "Tauerngasleitung: Im Tennengau formiert sich jetzt Widerstand"
3.7.2008 Salzburger Bauer: "Petition gegen Tauerngasleitung"

7.7.2008 Informationsveranstaltung der TGL in Scheffau im Beisein vieler Scheffauer, Abtenauer und Kuchler, der Landwitschaftskammer, 4 Landtagsabgeordneten und Presse /ORF

7.7.2008 Salzburg Heute: Tauerngasleitung: Betreiber informieren jetzt"
8.7.2008 ORF: " Tauerngasleitung: Ablehnung bei Bürgerabend"
8.7.2008 SN:" Trasse für Erdgasleitung fertig, viele Gemeinden dagegen"
8.7.2008 Kurier: "Erdgasleitung über die Alpen"
8.7.2008 Kronenzeitung: ""Scheffau wehrt sich: Pipeline zerstört unser Tal!"
8.7.2008: Salzburg Heute: "Scheffau wehrt sich gegen Tauerngasleitung "
9.7.2008 Bezirksblatt: "Grundbesitzer wehren sich"
9.7.2008 SN: "Das wollen wir nicht!"
10.7.2008 SN: "Jetzt wehren sich Kuchler Grundeigentümer"
10.7.2008 TN: "Wollen keine Gasleitung"
10.7.2008: Salzburger Bauer: "Tauerngas: Informationsveranstaltung füer Grundbesitzer"
10.7.2008 "Land will Erdkabel per Gesetz fixieren / Gemeinden fordern Geld für Gasleitung"
11.7.2008 ORF: Strom und Gasleitungen:" Gemeinden: Bald alle gegen alles?"
11..7.2008: Presseaussendung der grünen Bäuerinnen und Bauern: "Tauerngasleitung: Verhandlungen über Grundablöse sind gescheitert"
11.7.2008 ORF: Bürgermeister drohenLeitungsplanern
11.7.2008: Kärntner Bauer: "Keine Einigung erzielt"!
11.7.2008 Einladung der Bezirksbauernkammer Hallein zum Informationsabend füer Grundbesitzer
11.7.2008 Kronenzeitung: "Widerstand der Bevölkerung wächst und wächst"
11.7.2008 ORF: "Gas und Stromleitungen, Gemeinden: Bald alle gegen alles?"
11.7.2008 Presseaussendung der Grünen Bauern Kärntens: "Die Betroffenen sollen endlich offen informiert werden!
11.7.2008 S.W.: " Mit Sicherheit Gas geben"
14.7.2008 Kronenzeitung: : Tauerngasleitung: Chef wirft Handtuch!"
14.7.2008 SN: "Chef der Tauerngasleitung tritt zurüeck"
15.7.2008 Erste Informationsveranstaltung der Bezirksbauernkammer Hallein in Sachen TGL beim Gasthof Angerer in Oberalm um 20h
16.7.2008 ORF: "Regelmässig Geld für Leitungen gefordert"
16.7.2008 SN. Leserbrief C. Strubreiter: " TGL und die Flucht nach vorne!"
17.7.2008 TN: " Kuchler gegen Tauerngasleitung"
17.7.2008 SN: Leserbrief S. Balcke Reuchlin : " Kein Vertrauen mehr zur Gasleitung"
17.7.2008 SN: Leserbrief B. Margreiter: " Nein zur Tauerngasleitung!"
17.7.2008 TN: " Stand der Technik"
19.7.2008 ORF:" Bauernkammer unterstützt Gegner der TLG"
22.7.2008 SN Leserbrief S. Balcke Reuchlin: " Offenheit und Transparenz"
23.7.2008 Kronenzeitung: " Tauerngas: Landeskompetenz
23.7.2008 Bezirksblatt: " Gasleitung: Ruhe vor dem Sturm?"
25.7.2008 SN: Tauerngasleitung: Gemeinden fordern drei Alternativen"
25.7.2008 ORF: " Neue Varianten für Tauerngasleitung"
28.7.2008 SN: " Plakataktion gegen TGL startet
30.7.2008 Kronenzeitung: " Lammertal gegen Gas Leitung!"
(zum Artikel)

30.7.2008 Bezirksblatt: " Fünf gegen Freileitung und CO!"
30.7. 2008 TGL stellt sich in Abtenau nur den Grundbesitzern vor


August 2008
1.8.2008 SN: Leserbrief Christine und Markus Aschner"TGL und die Flucht nach vorne"
2.8.2008 Scheffauer und Abtenauer bitten um einen Gesprächstermin bei der Landeshauptfrau
( bis heute, Mitte Septemer keine Antwort)
4.8.2008 SN: Leserbrief Eva Pohn: "Wiederstand gegen Gasleitung gefragt"
11.8 2008 Ing Matzinger der Bezirksbauernkammer Hallein informiert Otto Lapuch über die Ablehnung der TGL im Tennengau
13.8.2008 Salzburg AG erhöht den Gaspreis
14.8.2008 Kronenzeitung: "Päne ( im Internet) ändern nichts am Protest. Auch Flachgau ist dagegen."

17.8.2008 ORF: Landesrat Eisl: " ÖVP nicht grundsätzlich gegen Leitung!" Gazprom hat schon Interesse bekundet. Das wirtschaftliche Interesse sei nicht automatisch ein Öffentliches!
(zum Artikel)

25.8.2008 ORF: Im Tennengau haben Einzelgespräche mit den von der TGL betroffenen Grundeigentümer begonnen. Die ersten haben bereits Wegerechtsverträge für die Tauerngasleitung unterschrieben!
25.8.2008 Telefonat mit Otto Lapuch:
"Wie ist es möglich, dass Sie den Tennengauer Bürgermeistern die Prüfung von neuen
Lapuch: "Diese Meldung ist ein Irrtum der Frau Wedenig!"
26.8.2008 SN: Heidi Reiter fordert nochmals den Klimacheck
29.8.2008 Kronenzeitung: " Grundeigentümer halten zusammen! Boykott des Infotreffens in Ebenau!"
30.8.2008 SN Leserbrief von Sirikit Balcke:" Unverschämtes Vorgegen der TGL"

September 2008
3.9.2008 Dr. Haslauer antwortet auf das Gesuch um einen Gesprächstermin zur Klärung des öffentlichen Interesses: Zuständig ist landesrat Eisl. Ich bin gerne gbereit, Ihrer Gruppierung, den Bürgermeistern aber auch den Projektbetreibern zum Arbeitsausschuss der Salzburger Landesregierung einzuladen.
4.9.2008 Salzburger Bauer: DI. Brunnauer" Ein Versuch der Verunsicherung!"
8.9.2008 Wirtschaftsblatt: " Industrie schüttelt Kopf über Tauerngasplaner= taktischer Diletanismus


Frage: " Wieviele Grundbesitzer haben bis jetzt unterschrieben"?
Lapuch: " Viele und es kommen täglich viele dazu!"
Frage: " Wie steht es mit den Verhandlungen mit der Landwirschaftskammer!"
Lapuch: " Wir haben mit der Kammer die besten Beziehungen und die Gespräche laufen gut!"

12.9.2008 Landesrat Eisl im Beisein von Dr. Haslauer zum Thena zur möglichen Enteignung für die TGL:" Wenn alle Grundbesizer zusammen halten, werden Enteignungen nicht möglich sein!"

13.9.2008 SN:" E Controll Chef Walter Bolzer: " Da der Wettbewerb in Österreich nicht funktioniert, ist Strom und Gas im Jahr 2007 im Vergleich zur EU überaus teuer geworden!"

15.9.2008 Der Vorsitzende des Energieausschusses Österreichs, Herman Schultes fordert im Bauernjornal, dass die österr. Energieversorgung von Krisengebieten, wie Lybien und Russland unabhängig wird.

16.9.2008
Telefonat mit DI Brunnauer:
Frage:" Gibt es denn wirklich neue Verhandlungen zwischen der Landwirschaftskammer und der TGL?"
DI Brunnauer: "Bisher gibt es keine neuen Verhandlungen!"

17.9.2008
Telefonat mit Ing. Winter von der RAG in Haidach:
Frage: "Stimmt es, dass die Gazprom Mitbesitzer des Gasspeicher Haidachs ist?"
Ing. Winter:Ja, das stimmt. Haidach ist ein Joint Venture Projekt und gehört zu 33% der RAG, zu 33% der Wingas und zu 33% zur Gasexport= Gazprom!"

19.9.2008 Informationsabend in der TGL Gegner Mauterndorf im Beisein der TGL Planer

20.9.2008
ORF: "Massiver Widerstand nun auch im Lungau!"
Kronenzeitung: " Verhandlungen für Gasleitung bis Frühjahr gestoppt"
(zum Artikel)

S.N: " Planung für Gasleitung gestoppt"

22.9.2008
Brief von Landesrat Eisl an Herrn Haberpeuntner aus Kuchel:
"Aus energiepolitischer Sicht kann ich anmerken, dass die Tauerngasleitung im Energieleitbild des Landes nicht erwähnt ist und aus Sicht des Landes Salzburg keine Priorität besitzt."

25.9.2008 Informationsabend der TGL. Vertreter der Flachgauer und Tennengauer Gemeinden sind anwesend und unterstützen den Lungauer Protest

26.9.2008
Kronenzeitung: "Jetzt auch im Lungau Widerstand: Grundeigentümer berichten von dubiosen Verhandlungen der Betreiber"
(zum Artikel 1)
(zum Artikel 2)

27.9.2008
Kronenzeitung: "Ein Landwirt aus Mauterndorf wehrt sich. Er ist nicht alleine!"
(zum Artikel)

28.9.2008
Kronenzeitung: " Proteste im Lungau: Mit welchen Tricks man sich in NÖ eine Umweltprüfung ersparte"
(zum Artikel)

2.10.2008 Landeshauptmannstellvertreter Dr. Haslauer und Landesrat Eisl laden die TGL Gegner zur Arbeitsauschussitzung der Salzburger Landesregierung

3.10.2008 Kärntner Bauer: " Verträge der Tauerngasleitung noch nicht unterschreiben!"
(zum Artikel)

3.10.2008 Kärnter Bauer: "Russengas gegen heimisches Holz" von Dipl.Ing: Peter Goess

4.10.2008 Die Kärntner Bauern beschliessen sich zu wehren und senden Einladung zu einer Informationsveranstaltung am 9.Oktober um 19 h im Gasthof Staber in Radenthein!

3.Okt Kärntner Bauer: " Russisches Gas gegen Kärntner Energieholz"

5.10.19.2008 Landwirtschaftskammer Salzburg und Kärnten setzten Gespräche mit den Vertretern der TGL fort!

9.Okt Informatonsabend im Gasthaus Staber in Radenthein ( im Beisein von 5 Mitarbeitern von der TGL . Sprecher sind: Dieter Burgstaller (BZÖ), Dipl.Ing Peter Goess (ÖVP), Vizebürgermeister Max Felsberger (SPÖ) und Michael Johann (Grüne)

9.Okt. Kleine Zeitung :" Kärntner Waldbesitzer gegen Erdgas Multis"

10.Okt: SN: " Gutachten für Gaspipeline: Die Planer wollen die slzb. Landespolitik überzeugen, dass die neue Leitung unbedingt notwendig ist!"

10.Okt: Kleine Zeitung: "Widerstand gegen Erdgasleitung wächst!"
(zum Artikel)

10.Okt: Kronenzeitung: " Neuer Aufstand gegen Gasautobahn in Salzburg: Verdichterstation braucht so viel Stom wie ein Salzachkraftwerk erzeugt!"

28. Okt: Salzburger Krone und SN: Die TGL tarnt Werbeeinschaltung als redaktionellen Artikel
(zum Artikel)

29. Okt: Salzburger Bauer "Ablehnung"
(zum Artikel)

13. Nov.: Salzburger Nachrichten "Wirbel über Rahmenvereinbarung der Kammer"
(zum Artikel)

30. Nov.: Kärntner Krone "Tauerngasleitung: Liesertal ist gegen 900-Mio.-Projekt"
(zum Artikel)

12. Dez.: Spittaler Monat: "Total-Blockade im Liesertal!"
(zum Artikel)

15. Dez.: Kleine Zeitung: Präsidium des BZÖ-Kärnten mit LH und LH-Stv. einstimmig gegen Tauerngasleitung!
(zum Artikel)

29. Dez.: Kleine Zeitung: Dauerstreit um Erdgas-Pipeline
(zum Artikel)

31.Dez.: Peinlich für die Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung:
Während WK-Präs. Pacher in der Kleinen Zeitung darüber fabuliert, wie wichtig das Gas aus dieser Leitung für die Kärntner Industrie ist (zum Kleine-Artikel), erklären die Betreiber in der Krone, daß für Kärnten überhaupt kein Gas aus dieser Leitung vorgesehen ist (zur Krone-Titelseite und zum Krone-Artikel)

24. Februar 2010: Bezirksblatt: Aussprache der Tauerngasgegner mit der Salzburg AG
(zum Artikel)


Pressemitteilung 6.10.2008

Nein zur Tauerngasleitung

Kärntner Bauern und Grundbesitzer gründen Interessensgemeinschaft gegen Tauerngasleitung! Informations- und Gründungsveranstaltung am Donnerstag in Radenthein...

Ausgehend von Radenthein breitet sich der Widerstand gegen die geplante Tauerngasleitung derzeit auf sämtliche von der Trassenführung betroffenen Kärntner Gemeinden aus. KR GR Dieter Burgstaller, Unternehmer und Landwirt aus Döbriach, hatte bereits bei der Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer im August in Radenthein mit seiner Aussage "Über meinem Grund und Boden nur über meine Leiche!" stürmischen Applaus von Seiten der anwesenden Bauern erhalten.
In den vergangenen Tagen kontaktierte er zahlreiche Grundbesitzer entlang der geplanten Trasse von Krems bis ins Gailtal und war überrascht von der überwältigenden Stimmung gegen die Gasleitung. "Ca. 90% der bisher telefonisch kontaktierten Grundbesitzer sind vehement gegen die Leitung und wollen die Verträge mit der TGL keinesfalls unterschreiben", berichtet Burgstaller. Mehrere kleinere Unterschriftensammlungen von Gegnern wären bereits im Laufen - diese gelte es jetzt in einer gemeinsamen Initiative zu bündeln. Dabei ginge es aber der Mehrheit der Betroffenen nicht etwa nur um die Entschädigungsgelder, sondern ums Prinzip: Die Entwertung der Grundstücke auf ewige Zeiten und die Gefahr für die Anrainer!
Mittlerweile ist Burgstaller auch bereits mit den Bürgerinitiativen und Interessensgemeinschaften auf Salzburger Seite in Kontakt. "Dort brodelt es bereits gewaltig und die Freunde in Salzburg haben schon gute Vorarbeit geleistet und Informationen gesammelt, die uns zugute kommen!" weiß Burgstaller.
Am Donnerstag, dem 9. Oktober, findet im Gasthof Staber in Radenthein um 19 Uhr die erste große Informationsveranstaltung statt, für die die eingeladenen Salzburger Bürgerinitiativen eine Präsentation vorbereitet haben, in deren Anschluß die Kärntner Interessensgemeinschaft "NEIN zur Tauerngasleitung" gegründet werden soll. Dazu sind nicht nur die Grundbesitzer eingeladen, sondern auch die besorgten Anwohner und Nachbarn aus den betroffenen Dörfern und Siedlungsgebieten.
Burgstaller rät den Grundbesitzern, bis dahin keinesfalls irgendwelche Verträge oder Vorverträge zu unterzeichnen. ""Ich war jung und brauchte das Geld" wird keine Ausrede sein, die Eure Nachfahren akzeptieren werden," warnt er die Grundbesitzer vor den Langzeitfolgen einer unbedachten Unterschrift. Zwar werde mit dem "Schmäh", die KELAG mit ein paar Anteilen mit ins Boot zu nehmen, "nationales Interesse" vorgegaukelt, um mit der Enteignung drohen zu können, in Wahrheit handle es sich aber lediglich um die Interessen ausländischer Großkonzerne - das wissen natürlich auch unsere Politiker, kann der Döbriacher jene beruhigen, die Enteignungen befürchten.
"Die Konzerne und Ölmultis diktieren uns die Energiepreise und wissen dabei schon gar nicht mehr, wohin mit dem Geld. Während sinnlose Wolkenkratzer in die Wüste gestellt werden, sollen unsere Bauern mit einer einmaligen Almosenzahlung abgespeist werden. Aber diese Leitung endet spätestens an meiner Grundstücksgrenze in Döbriach! Wir sollen diese Leitung durchlassen, damit andere das Geschäft machen. Es wird Zeit, dass alle Österreicher dagegen aufstehen, dass unser Grund und Boden für die Gewinne der ausländischen Großkonzerne herhalten muß und wir dafür, dass wir sie durch unser Land lassen, auch noch die überteuerten Energiepreise bezahlen!" Außerdem sei das Erdgas ja das Konkurrenzprodukt für unsere Bauern, denn Kärnten habe eigentlich die Weichen schon längst auf erneuerbare Energie gestellt, schließt der Radentheiner Gemeinderat Burgstaller seine Kritik an der TGL.
Unter www.NEINzurTGL.com findet man ab sofort die aktuellen Informationen, sowie wichtige Termine.


Pressemitteilung 13.11.2008

Tauerngasleitung: Landwirtschaftskammer verhandelte unter Ausschluß der Öffentlichkeit, der Bauern und des eigenen Präsidiums!

Vizepräsident Bgm. Peter Suntinger erhebt schwere Vorwürfe: Die handelnden Personen seien keine Berufsgruppenvertreter, sondern Berufsgruppenverräter!

Große Aufregung bei der am Mittwoch 12.11.08 stattgefundenen Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative “NEIN zur TGL” für das Liesertal in Kremsbrücke: Im Publikum befand sich der Großkirchheimer Bürgermeister Peter Suntinger (BZÖ), der zugleich Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer ist. Dieser meldete sich in der anschließenden Diskussion zu Wort und erklärte wörtlich: “In dieser Angelegenheit ist die Landwirtschaftskammer nicht Berufsvertreter sondern Berufsverräter!” Im Vorstand der Landwirtschaftskammer Kärnten, dem er angehört, hätte es erstmals im Jänner und ein weiteres Mal am 17. April lediglich einen kurzen Bericht gegeben, dass eine Gasleitung vom Katschberg bis Arnoldstein in Planung sei. Durch die jetzigen Zeitungsberichte sei er hellhörig geworden und habe bei seinen Nachforschungen herausgefunden, dass der Präsident und die Kammerbediensteten zu jenem Zeitpunkt bereits über Monate hinweg - zumindest von Jänner bis April - Verhandlungen über Entschädigungszahlen mit der TGL geführt haben, was er mit den vorliegenden Protokollen belegen könne. Es gibt auch einen Nachweis, wo sämtliche Besprechungen von der LK Kärnten, LK Salzburg und TGL aufgezeichnet sind.
Weder das Präsidium noch die betroffenen Grundeigentümer und Bauern wären darüber informiert gewesen. Die Kärntner Landwirtschaftskammer habe sich damit - bewusst oder unbewusst - zum Erfüllungsgehilfen für die Tauerngasleitung entwickelt. Die LK ist nicht nur sang- und klanglos die Grundbesitzer übergangen, sondern hat auch die geplante Leitung möglichst lange vor der Öffentlichkeit verheimlicht, aber gleichzeitig Scheingefechte für die Bauern geführt. Suntinger bezeichnete diese Informationsverheimlichung als Verrat an den eigenen Mitgliedern und ließ die Frage im Raum stehen, warum sich die handelnden Personen zu Steigbügelhaltern der deutschen und russischen Gaskonzerne machen ließen ...

Dieter Burgstaller, Initiator der Bürgerinitiative NEIN zur TGL, bestätigt diese Vorgangsweise der Landwirtschaftskammer. Bei einer Kammerveranstaltung in Radenthein am 23. Juli habe Dr. Hartlieb noch Unterschriften der Grundeigentümer gesammelt, um laut eigener Aussage als Landwirtschaftskammer überhaupt in Verhandlungen treten zu können - nun wären die Beweise am Tisch, daß in Wahrheit zu diesem Zeitpunkt bereits seit 7 Monaten verhandelt worden war. Jetzt dienen diese eigentlich zur Gegnerschaft geleisteten Unterschriften plötzlich dem Gegenteil - nämlich der Untermauerung des Verhandlungsergebnisses, welches jeder Rechtsanwalt als Hohn bezeichnen müsse.

Die Tauerngasleitung ist eine Transit-Pipeline, die von der deutschen E-on-Ruhrgas geplant wurde und das Verteilerzentrum Haidach in Oberösterreich (zu 33% im Besitz der russischen Gasprom) mit Italien verbinden soll. Es gibt kein kärntnerisches bzw. österreichisches öffentliches Interesse an dieser Leitung - im Gegenteil widerspricht der Verbrauch fossiler Brennstoffe sogar dem Energieleitbild unseres Landes, welches für die Zukunft auf erneuerbare bzw. nachhaltige Energie - nicht nur in Bezug auf Umweltschutz, sondern auch auf Unabhängigkeit - aufgebaut ist.

Die Veranstaltung “NEIN zur TGL” im Liesertal war nach dem Raum Radenthein und nach dem Gailtal die dritte Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative. Laut Dieter Burgstaller wäre nun aber eine breite Aufklärung der Öffentlichkeit notwendig, da die Transit-Leitung natürlich nicht nur die direkten Grundbesitzer betrifft, sondern auch massive Auswirkungen auf Nachbarn (Wegerechte, Quellschutz, Erosion...) und umliegende Bevölkerung (Explosionsgefahr, Umweltschutz, CO2...) hat. Eine Abhängigmachung Österreichs und Europas vom Erdgas bedeutet für die Zukunft, daß die Preise für unsere Energie nur noch im weit entfernten Ausland festgesetzt und aufgrund der zu Ende gehenden Rohstoffe ins Unermessliche steigen werden.

Dies bestätigte und bekräftigte auch der Ebenthaler VzBgm. Max Felsberger, Gesamtsprecher der Bürgerinitiativen gegen das Gaskraftwerk in Klagenfurt und Sprecher der ARGE “Nachhaltige Energie für Kärnten”:

„Diese Vorgangsweise der verantwortlichen Landespolitiker und sog. Interessensvertreter wird von den betroffenen Bürgern nicht verstanden. Warum setzt man, wo weltweit bekannt und wissenschaftlich belegt ist, dass die Verwendung von fossilen Brennstoffen für die Energiegewinnung eigentlich nicht mehr dem Stand der Zeit entspricht (Klimaschutz, Energieabhängigkeit uvm.) noch immer stur und beharrlich auf die „saubere“ Energiegewinnung durch Gaskraftwerke. Was sind die Gründe dafür ?

Sicher nicht die Umsetzung der Kärntner Energieleitlinien oder gar eine Maßnahme und ein Gegensteuern zur derzeitigen Wirtschaftskrise.

So werden 900 Mio Euro in den Ausbau der Gaspipline für die Russen und 350 Mio Euro für ein Gaskraftwerk in den Sand gesetzt, anstatt dieses Geld sinnvoll in den Ausbau der elternativen Eergie zu investieren.

Nur wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt schon auf Alternativen (Biomasse, Solar, Wind, Erdwärme...) umrüsten, werden wir die Krisen beim Versiegen der fossilen Ressourcen überstehen können.“
VzBgm. Felsberger bezeichnete das Verbrennen der Ressource Erdgas im Hinblick auf die Zukunft als Verbrechen an die nachfolgenden Generationen.


Pressemitteilung 14.11.2008 (Grüne Bäuerinnen und Bauern)

Tauerngasleitung: Verrät die Landwirtschaftskammer die Interessen der Kärntner und Salzburger Bauern?

Michael JOHANN: "Landwirtschaftskammer darf faulem Kompromiss nicht zustimmen!"

"Es ist ein Skandal, dass die Landwirtschaftskammern von Kärnten und Salzburg bei der Aushandlung von Rahmenvereinbarungen mit der Tauerngasleitung die Bedenken der betroffenen GrundeigentümerInnen ignorieren," stellt Michael Johann, der Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Österreich fest. "Denn es gibt eine Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern, denen nicht eine möglichst hohe Entschädigungssumme sondern die Bewahrung der Kulturlandschaft, die Sicherheit für Mensch, Umwelt und Klima am Herzen liegt. Überdies behindert der Ausbau der fossilen Energieinfrastruktur die Nutzung der erneuerbaren Energien!"

In den Verhandlungen zwischen der Tauerngasbetreiberin TGL und den Landwirtschaftskammern von Kärnten und Salzburg gibt es laut Salzburger Nachrichten seit Montag einen Kompromiss über eine Rahmenvereinbarung, nach denen die GrundeigentümerInnen entschädigt werden sollen. Der Inhalt wird allerdings bis heute geheim gehalten. Skandalös ist, dass die Rahmenvereinbarung bis heute weder im Präsidium noch in der Vollversammlung der LK Kärnten diskutiert wurde. Die Verhandlungen mit der TGL wurden deshalb von Peter Suntinger, dem 2. Vizepräsidenten der LK Kärnten bei einer Veranstaltung am Mittwoch in Kremsbrücke sogar als "Verrat an den Kärntner Bauern" bezeichnet. Auch in Salzburg gibt es offenbar einen heftigen internen Wirbel in der Kammer, da sich die örtlichen Bauernvertreter von der LK-Führung überfahren fühlen.

"Die Pipeline ist für die Bäuerinnen und Bauern ein Verlustgeschäft!" erklären Johanna Gerhalter und Georg Sams von den Grünen Bäuerinnen und Bauern Salzburg. TGL-Betreiber verdienen sich an der Pipeline goldene Nasen, die Bauern bekommen nur einen Schlapf: Von den mittlerweile auf 900 Mio. Euro hinaufgeschraubten Investitionen für den Bau der 260 km langen Pipeline werden nur etwa 25 Mio. Euro für die Ablöse von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken bezahlt werden. "Wenn die Pipeline gebaut wird, konkurrenziert das Erdgas unsere heimischen Energieträger wie Biomasse. Es wäre sinnvoller für die Energieversorger Kelag und Salzburg AG, statt in fossiles Erdgas aus dem Ausland in heimische erneuerbare Energien zu investieren, fordert Johann den Planungs- und Baustop für den Ausbau der Tauerngasleitung!

"Wenn nun die Verdichterstation in Flachau ´eingespart´ und der Leitungsdurchmesser der Pipeline von 80 auf 90 cm erweitert wird, ist das ein zweischneidiges Schwert: Denn dann kann in Zukunft die Pipeline-Kapazität relativ einfach erweitert werden und die enorme Klimabelastung durch die Leitung weiter erhöht werden," befürchtet Michael Johann.


Pressemitteilung 29.11.2008

Tauerngasleitung: Total-Blockade im Liesertal

Nach etlichen Anrainergemeinden in Salzburg sperrt sich jetzt auch Kärnten gegen die geplante Trasse der Transit-Pipeline: Über Parteigrenzen hinweg massiver Widerstand der Liesertaler Gemeinden!

Die drei Veranstaltungen in Bezug auf die Tauergasleitung im Liesertal machten klar: Keiner will die Transitleitung der TGL durchlassen. Bereits vor zwei Wochen hatte sich der Gmündner Bürgermeister Josef Jury (BZÖ) in Kremsbrücke gegen die Leitung ausgesprochen. Gmünd sei zwar von der Trasse nur am Rande, der Abzweigung ins Nöringtal, betroffen, er werde aber sein gesamtes Gewicht als Nationalrat gegen die Tauerngasleitung in die Waagschale werfen. Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag wurde bei Veranstaltungen in Rennweg nun auch von den Gemeinden Rennweg und Krems nachgezogen. Bereits bei der Informationsveranstaltung mit Vertretern der TGL, organisiert von Bürgermeister Franz Eder (SPÖ), am Mittwoch kam es zu lautstarker Gegnerschaft durch die Bevölkerung. In seiner Wortmeldung versicherte Vz-Bgm. Helmut Kari (SPÖ) als Umwelt- und Sicherheitsreferent der Gemeinde sein klares Nein zur Tauerngasleitung. Das Liesertal hätte mit der Autobahn und der Hochspannungsleitung schon genügend zur Infrastruktur des Landes beigetragen - noch mehr könne man der Bevölkerung nicht zumuten. Auch Vz-Bgm. Johann Ramsbacher (ÖVP) und GR Werner Aigner (BZÖ) fanden klare Worte gegen die geplante Leitung. Aigner erinnert an die Tunnelkatastrophe auf der A10 - damals hätte auch niemand gedacht, daß so etwas passieren könne.
Am Donnerstag fand die vom BZÖ-Rennweg eingeladene zweite Veranstaltung mit der überparteilichen Bürgerinitiative "Nein zur Tauerngasleitung" (www.NEINzurTGL.com) statt, bei der im Anschluß auch die Gemeinde Krems nachzog und Bgm. Johann Winkler (SPÖ) seine Gegnerschaft zur Transit-Pipeline erklärte.
Man einigte sich darauf, bei den nächsten Ausschußsitzungen bereits klare diesbezügliche Beschlüsse für den Gemeinderat zu formulieren.
Auch in der Stadtgemeinde Radenthein wurde von GR Dieter Burgstaller (BZÖ und Bürgerinitiative Nein zur TGL) bereits ein Antrag eingebracht, nach Vorbild von bereits mehreren Salzburger Gemeinden für öffentliches Gut der Gemeinde keine Verträge mit der TGL zu unterzeichnen. Einen entsprechenden Antrag hat auch das BZÖ-Ferndorf bereits formuliert.
Burgstaller ist erfreut über die Total-Blockade im Liesertal. Diese zeige die Sensibilität der Bevölkerung nicht nur in Bezug auf die Gefahrenquellen durch die Transit-Pipeline, sondern auch das Umweltbewustsein - durch Gebiete, wo man verstärkt auf zukunftsorientierte Alternativenergien setze, den Klimakiller Erdgas pumpen zu lassen, würden die Menschen nicht verstehen. Allerdings warnt Burgstaller auch vor geplanten Alternativrouten für die Pipeline. Nach der Total-Blockade im Liesertal könne die Transitleitung immerhin mit in Anbetracht der Gesamtkosten von 900 Mio. Euro verhältnismäßig niedrigen Mehrkosten auch westlich durch das Mölltal oder östlich durch Görtschitz-, Metnitz- und Gurktal führen. Derartige Alternativrouten seien immerhin schon im Gespräch. Burgstaller ruft daher alle besorgten Bürger auf, ihre Gemeindevertreter gerade jetzt vor den anstehenden Wahlen anzusprechen und klare Beschlüsse gegen die Transit-Pipeline einzufordern.


LESERBRIEF AN DIE KLEINE ZEITUNG
bezüglich des Artikels vom 29.12.08:

Nein zur Transit-Gasleitung durch Kärnten!

Leider vermittelt der Artikel über die Erdgas-Transitleitung durch Kärnten ein völlig falsches Bild. Die Tatsachen hätten auf der Homepage der Bürgerinitiative gegen die TGL (www.NEINzurTGL.com), die übrigens bereits über mehr als Tausend Unterschriften verfügt, leicht nachgelesen werden können: Zwar sind Tigas, Salzburg AG, RAG und KELAG, wie Sie schreiben, Teilhaber am Projekt, Hauptaktionär allerdings ist die deutsche E-ON/Ruhrgas, die wiederum zu beachtlichen Teilen der russischen Gasprom und deren diversen Tochterunternehmen gehört. Selbst die RAG (Rohöl-Aufsuchungs-AG) gehört zur Hälfte den Russen. Damit ist nebenbei auch der Großgasspeicher Haidach in Oberösterreich, zu und von dem die TGL das Gas liefern wird, mehrheitlich in russischer Hand und selbst das lybische Erdgas, welches über Triest kommen soll, wurde im Austausch für ein paar MIG-Kampfjets bereits von Putin für Russland gesichert. Hier von "Diversifizierung" zu sprechen, ist eine blanke Negierung der Tatsachen, denn die Wahrheit ist das genaue Gegenteil: mit der Transit-Gasleitung durch Kärnten begibt sich ganz Europa fest in russische Hand. In Zukunft wird nur noch ein Mann entscheiden, ob Europas Haushalte warm bleiben und ob und zu welchen Preisen die europäische Industrie thermische Rohstoffe bekommt: der russische Staatspräsident Vladimir Putin!
Weiters wurde das Gefahrenpotential einer derartigen Gasleitung mit ca. 1 Meter Durchmesser durch unsere Dörfer nichtmals erwähnt - doch auch darüber gibt die Homepage der Bürgerinitiative mit Beispielen von verheerenden Gasexplosionen Aufschluß. Ob wir Kärntner uns für russische Profite auf ein Pulverfass setzen lassen sollen, ist daher äußerst fraglich.
Sicher ist nur eines: Diese Leitung endet an meiner Grundstücksgrenze in Döbriach, komme was wolle!

Dieter Burgstaller
Sprecher der Bürgerinitiative
NEIN zur TGL (Kärnten)
Glanzerstr. 54
9873 Döbriach



PRESSEMITTEILUNG
Bürgerinitiative "NEIN zur TGL"
bezüglich Interview mit Herrn Kettl in der Kleinen Zeitung

TGL verdreht angesichts der aktuellen Gaskrise die Tatsachen

Verdrehung von Tatsachen
Während uns die aktuelle Gaskrise den Wahnsinn der Abhängigmachung von Erdgas vor Augen führt, versuchen die TGL-Betreiber, denen dadurch das Wasser bis zum Hals steht, nun mit gezielten Unwahrheiten, den Spieß umzudrehen:

E-On Chef Bernotat: "TGL liefert Gas von Russland nach Italien!"
In der Kleinen Zeitung vom 8.1.09 behauptet TGL-Chef Kettl, das Gas der Tauerngasleitung käme "aus dem arabischen Raum und aus Lybien", es könne aber auch Gas aus Nordeuropa nach Süden fließen.
Die Wahrheit ist: am 23.11.08 erklärte Kettls Chef, E-On-Vorstandsvorsitzender Wulf Bernotat gegenüber Reuters wörtlich: "Wir arbeiten an der Verbesserung der italienischen Energie-Infrastruktur [...] unter anderem mit der Tauerngasleitung, welche Gas von Russland nach Italien durch Zentral-Europa bringen wird." ( Artikel unter http://in.reuters.com/article/oilRpt/idINLN43538720081123 )
Wäre es tatsächlich so, daß es sich (auch) um lybisches Gas handeln würde, so muß man wissen, daß dieses im vergangenen Jahr von Russland unter anderem im Austausch mit MIG-Kampfflugzeugen erworben wurde.

TGL kann nicht vor zukünftigen Krisen schützen!
Ins selbe Horn bläst Kelag Chef Hermann Egger, die TGL würde künftigen Gaskrisen vorbeugen. Und spricht die Unwahrheit aus, man wäre dadurch nicht mehr von einem einzigen Lieferanten abhängig. In Wirklichkeit ist die TGL über diverse Firmenkonstrukte fest in russischer Hand. Alleine der Gasspeicher Haidach in Oberösterreich, zu dem die TGL führen soll, gehört über direkte (Gasprom) und indirekte Beteiligungen (z.B. über die RAG) bereits zu über 50% den Russen. TGL-Mehrheitseigentümer E-On/Ruhrgas hat diverse Beteiligungen an Gasprom und deren Tochterfirmen, sowie umgekehrt.
Und auch in diesem Zusammenhang die Lieferungen von Nordseegas im Krisenfall zu nennen, ist völlig unrealistisch. Denn z.B. deckt das Nordseegas nur rund 30% des deutschen Bedarfs - wenn Russland die restlichen 70% abdreht, wie viel bekäme dann wohl Österreich noch von diesem Nordseegas???
Vollkommen vergessen wird dabei überhaupt, daß kein Tropfen Erdgas aus der TGL für Kärnten vorgesehen ist. "Die Inlandsverteilung hat mit der TGL überhaupt nichts zu tun! Die TGL wird eine reine Transit-Pipeline!" sagt nämlich Helmut Wernhard von der Austrian Gas Grid Management AG (AGGM) am 31.12.08 in der Kronen Zeitung. Wenn Kettl also von Abzweigern entlang der Strecke spricht, kennt er sich anscheinend weder gasmanagementmäßig noch gastechnisch aus. Denn eine transkontinentale Pipeline mit 100 bar Druck kann ohne erheblichen technischen Aufwand nicht angezapft werden.

Interessen ausländischer Großkonzerne sind nicht öffentlich österreichisches Interesse!
Schließlich droht Kettl im Interview mit der Kleinen Zeitung mit Enteignungen, sollte der Leitung öffentliches Interesse zugesprochen werden. Für eine Transit-Pipeline im Interesse russischer Konzerne, kann es jedoch kein öffentliches Interesse Österreichs geben - außer natürlich, die österreichischen Politiker fallen auf die verschiedenen Unwahrheiten bezüglich "Diversifikation" des Gasmarktes herein. Aber so dumm können unsere Politiker ja nicht sein...?

Grundablösen können aus der "Portokassa" gezahlt werden!
Aus den von Kettl veröffentlichten Schlüsselzahlen ergibt sich bei Industriepreisen ein Jahresumsatz für das Gas aus der TGL von ca. 57 Milliarden Euro. Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren sind dies 1,7 Billionen Euro - die Kärntner und Salzburger Grundbesitzer bekommen davon als Ablöse einmalig etwa 0,002% - ein unmoralisches Angebot!

Lobbying nach amerikanischem Vorbild
Alles andere als russisch ist übrigens die Art der Durchsetzungsversuche der TGL. Hier arbeitet man mit amerikanischen Systemen, wo bekanntlich unzählige Lobbyisten vor dem Weißen Haus warten, um für teures Geld diverse Interessen bei der Politik durchzusetzen. Mit der ikp PR & Lobbying GmbH wurde nämlich eine Lobbying-Agentur beauftragt, den österreichischen Politikern und Medien das Projekt TGL "schmackhaft" zu machen. Daß der zuständige Konsulent dereinst als Sprecher der ÖVP-Vorarlberg beschäftigt war, erklärt möglicherweise leider auch ein wenig die völlig irrationalen Standpunkte von Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und LR Martinz zur Tauerngasleitung...

Anders als bei der Finanzkrise kann sich Österreich vor der Gaskrise schützen - mit erneuerbarer Energie!
Mit der TGL und der damit verbundenen weiteren Abhängigmachung von russischem Erdgas - oder besser Erdgas in russischem Besitz - begibt sich ganz Österreich in die Hand von ausländischen Großkonzernen, denen es um Gewinnmaximierung und Spekulation geht. Nach der Finanzkrise sollte man Europa nicht in die Gaskrise stürzen. So wie man heute offen davon spricht, daß die Urheber der Finanzkrise zur Rechenschaft gezogen werden sollten, muß auch darüber nachgedacht werden, die Urheber zukünftiger Energiekrisen juristisch zu verfolgen. Möglicherweise würde dann von diesen Herren nicht so freizügig mit unwahren Behauptungen hantiert werden. Verantwortungsvoll und einzig logisch wäre es nämlich, zum jetzigen Zeitpunkt schnellstens sämtliche Möglichkeiten der Umstellung auf inländische wiedererneuerbare Energieträger auszuschöpfen. Und zwar bevor es zu spät ist!


22.4.2009: Vorfeldbericht über die Kundgebung in Rennweg
zum KTZ-Artikel (PDF)

23.4.2009: Nachbericht über die Kundgebungen in Rennweg, Döbriach und Kreuzen, sowie Scheffau und über die ORF-Dreharbeiten für den "Bürgeranwalt"
zum KTZ-Artikel (PDF)
zum Kleine-Zeitung-Artikel (JPG)
zum Tennenengauer-Nachrichten-Artikel (JPG)


Presseaussendung 12.10.2009:
Abgeblitzt im Tennengau: Der Informationsabend Abend der Tauerngasleitungsplanungsgesellschaft wurde in Kuchl boykottiert!

Am vergangenen Mittwoch fand in Kuchl eine Information der TGL Betreibergesellschaft statt. Kettl und Co luden schriftlich und persönlich mehr als 120 Grundbesitzerinnen aus Kuchl ein. Nicht einmal ein Duzend erschienen!
Die 120 Betroffenen, die ohnehin bereits über das Vorhaben der Salzburg AG informiert waren, beschlossen die Veranstaltung von Kettl und Co zu boykottieren, um damit ihre Ablehnung der Transitleitung nochmals deutlich zu bekräftigen. In dem fast leeren Saal lasen zwei Vertreter im Namen aller Kuchler eine Erklärung vor. Darin wurde nochmals klargestellt, dass die Grundeigentümer bereits schon 2 mal durch ihre Unterschrift bekundet haben, ihre Grundstücke nicht der E.ON-Ruhrgas/ Gazprom für Gas aus Lybien/ Nordafrika zu Verfügung stellen zu wollen..

Die Landwirtschaftskammer hat ohne Einbindung der betroffenen Grundeigentuemer einen Vertrag mit der TGL Planungsgesellschaft ausgehandelt. Die darin enthaltene Bereitstellungsgebühr“ ist für die Grundbesitzer unmoralisch, wird als Nötigung betrachtet und ist demzufolge in einem demokratischen Rechtsstaat unakzeptabel. Da die TGL dem Wesen nach eine reine "fossile" Transitleitung durch Österreich mit Gas aus politisch unstabilen Ländern ist, wird das „öffentliche Interesse“ Österreichs in Hinblick auf den Klimawandel in Frage gestellt. Die betroffenen Grundbesitzer und Anrainer werden sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die von Kettl & Co , (Mitarbeitern der Salzburg AG, einer Firma, die zu 75% unserem Land Salzburg gehört! ) angedrohtem "Zwangsservitut " für die TGL wehren!

Beschluss der Gemeindevertretung Kuchl vom 18.12.2008

Die GV .......

Grundbesitzer und Bauern , die "nur " Anrainer der TGL-Transitleitung sind, daher keine Entschädigung bekämen, aber eine enorme Wertminderung ihrer Grundstücke durch die Hochdruckpipeline in Kauf nehmen müssten, wurden von der LWK Salzburg bisher nicht mal informiert!