21.4.2010:

Brief an Minister Berlakovich

Sehr geehrter Bundesminister für Umwelt, Herr DI Berlakovich,

Die Tauerngasleitung ( TGL) steht kurz vor der Einreichung bei den zuständigen Behörden. Das Umweltministerium hatte sich vor einem Jahr für die Tauerngasleitung nicht zuständig erklärt, obwohl Österreich, wie kein anderes Land in Europa seine Kyoto-Verpflichtungen mehr verfehlt hat und enorme Strafzahlungen für die österreichischen Steuerzahler anstehen.
Die TGL ist eine Transitleitung, die mehr Gas transportieren könnte, als derzeit in ganz Österreich gebraucht wird und, wie die Salzburg AG selbst zugibt, nur gebaut wird, wenn sie wirtschaftlich rentabel ist. Um wirklich mit den zu Ende gehenden Ressourcen nochmals kurzfristig viel Gewinn zu machen, muß aber sicher gestellt werden, dass es genügend Lieferanten, so wie auch langfristige Großabnehmer, nämlich neue Gaskraftwerke gibt, die den Klimawandel erwiesenermaßen beschleunigen.
Wir erwarten von unseren Politikern Maßnahmen, um das Wirtschaftswachstum von der Produktion von CO2 Emissionen in Zukunft abzukoppeln. Wie mittlerweile bekannt ist, sind mit einer effektiven Umweltpolitik Kosten verbunden. Diese werden aber von Experten im Vergleich zu den Kosten des "Nichtstuns" viel geringer angesehen.

Die TGL Planungsgesellschaft droht den "nachhaltig denkenden" Grundbesitzern mit Enteignung im "Öffentlichen Interesse". Wir sind der Meinung, dass im Jahr 2010 kein Vorhaben/Infrastrukturprojekt im "Öffentlichen Interesse" sein kann, das den Klimawandel beschleunigt!

Zu Ihrer Information über die Methoden der lokalen Energieerzeuger zur Grundablöse für die TGL:
Am 10 November 2009 wurde in den Salzburger Nachrichten und auf der Website der TGL fälschlicher Weise bekundet, dass die TGL im "Öffentlichen Interesse" sei. Darauf hin unterschrieben verständlicher Weise viele auch "nachhaltig" denkende Grundbesitzer die Verträge mit der Salzburg AG, um wenigstens eine angemessene Entschädigung für die enorme Wertminderung ihrer Grundstücke zu erhalten.
Die Salzburger Landesregierung distanzierte sich von der Falschmeldung in der SN erst am 16. Dez. 2009. Die TGL Planungsgesellschaft hatte daher 4 Wochen Zeit, die betroffenen Grundbesitzer in Salzburg und Kärnten mit dem Artikel in der SN einzuschüchtern. Das kann nicht als "freiwillige" Zustimmungserklärung der Grundbesitzer gewertet werden und ist ebenfalls auf Europäischer Ebene, mit der Aarhus Konvention, anfechtbar.

Wir ersuchen Sie, Herr Umweltminister, um Unterstützung für die Bauern und Grundbesitzer, die sich bisher nicht von der E.ON Ruhrgas/Gazprom/Salzburg AG kaufen ließen. Wir ersuchen Sie ganz konkret, das "Öffentliche Interesse" an der TGL aus Klimaschutzgründen nicht zuzulassen!


Wir bitten Sie um ein Gespräch mit den von der TGL betroffenen Bauern Salzburgs (aber auch der Grundbesitzer in anderen Bundesländern, die von anderen neuen Gasleitungen betroffen sind), entweder vor oder nach Ihrem Vortrag "Neues Wachstum durch Klimaschutz" am 30. April, im Heffterhof in Salzburg. Wir ersuchen Sie in Ihrem Vortrag zum Bau neuer Gasleitungen, CO2 Strafzahlungen, Klimawandel und österreichischer Klimapolitik Stellung zu nehmen.

Wir alle wissen um Ihr schweres Amt! Die TGL Gegner in Salzburg und Kärnten sind die Unterstützer Ihrer Klimapolitik!

Mit freundlichen Grüßen,
Für den Verein "Nein zur TGL, Ja zu erneuerbaren Energien"

Sirikit Reuchlin

Sirikit Reuchlin, Scheffau 19, Lengriesgut, A-5440 Scheffau a.T.
tel: +43-6244-8432 Mob A.: +43-664-1425255


24.2.2010:

Aussprache der TGL-Gegner mit der Salzburg-AG

Beim Treffen der TGL-Gegner mit der Salzburg-AG konnten die Vorwürfe, daß die Grundbesitzer massiv unter DRuck gesetzt wurden nicht ausgeräumt werden. Weiters mußte zugegeben werden, daß die Kontingente für die Leitung nicht verkauft werden konnten, d.h. es besteht zu wenig Interesse der Gaslieferanten an dieser Leitung. Gebaut werden soll sie tatsächlich nur, wenn sie sich auch finanziell für die Betreiber rechnet - keine Rede mehr also von Versorgungssicherheit für Österreich, nein, es geht tatsächlich nur um die Gewinne der Betreiber und alles was die unterstützenden Politiker bisher von sich gegeben haben, wurde damit ad absurdum geführt...!
(zum Artikel)


10.11.2009:

Rückschlag für Klimaschutz und Energieautarkie: Salzburger Landesregierung verkündet öffentliches Interesse an TGL!


4.11.2009

Salzburger Erfolg bei der Landwirtschaftskammer:

Die Salzburger Landwirtschaftskammer ist zu Neuverhandlungen des Rahmenvertrages bereit.


NEIN zur TGL beim Bürgeranwalt:
Samstag 20.6. um 17.30 Uhr ORF2

zum Video...

Bürgerinitiativen beim ORF in Wien

Herzlicher Empfang
Am 10. Juni fand die Aufzeichnung der TV-Diskussion für die Sendung "Bürgeranwalt" statt. Zahlreiche Vertreter der Kärntner und Salzburger Bürgerinitiativen reisten dazu in Wien an. Nach einem äußerst herzlichen Empfang durch Herrn Dr. Peter Resetarits und seine Mitarbeiter im ORF-Zentrum ging es ins Bürgeranwalt-Studio. Für die Diskussion standen am Podium zwei Vertreterinnen der Salzburger Bürgerinitiative und für Kärnten Dieter Burgstaller und Michael Johann - als Gegner neben einem Vertreter der Landwirtschaftskammer und des Landwirtschaftsministeriums TGL-Chef Kettl, sowie Wirtschaftsminister Mitterlehner.

Intellektuelle Überheblichkeit: Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger - Bürgervertreter verkaufen Bürger...
Als Hauptredner der TGL-Befürworter trat Minister Mitterlehner in Erscheinung. Er versuchte vorallem seine intellektuelle Überlegenheit hervorzuheben, was die Entrüstung des Studiopublikums hervorrief. Es entbrannte eine Diskussion, die zur Zeitüberschreitung der Sendezeit führte, wodurch die Sendung im Endeffekt leider geschnitten werden mußte. Der Grundtenor blieb aber erhalten, der klar zeigte, daß im Sinne der Milliardengewinne der russischen Gazprom für unsere Bundespolitiker der österreichische Bürger ruhig auf der Strecke bleiben kann...

Vor-Ort-Filmbeiträge:
In den eingespielten Filmbeiträgen kommen auch zahlreiche besorgte Bürger und Grundbesitzer in Salzburg und Kärnten zu Wort. Die Dreharbeiten dafür fanden im Mai in Salzburg, Rennweg, Döbriach und Kreuzen statt. Weitere Beiträge über die Alternativen zum Erdgas konnten aufgrund der langen Studiodiskussion nicht mehr eingespielt werden und sollen in einer der kommenden Sendungen als eigenes Thema nachgereicht werden.


Warum die Bundesregierung Erdgas forciert:

Die TGL liefert 11,4 Milliarden m3 pro Jahr
- das entspricht 5,7 Mio. Haushalten (Österr. hat keine 3,5 Mio. Haushalte)

Gesamt-Gasverbrauch Österreichs:
2005: ~9 Milliarden m3
2007: 8,1 Milliarden m3 sinkend!!!
2008: 7,5 Milliarden m3
2009: ??? (Wirtschaftskrise!)
davon: 26% Haushalte und Gewerbe, 32% Industrie und 31% Kraftwerke (Rest anderes...)

d.h. alleine die TGL liefert schon 1,5 mal die Menge ganz Österreichs!

Der Verbrauch ist also rückläufig, aber...
...2006 hat Österreich mit der russischen Gasprom einen Liefervertrag mit der damaligen Abnahmemenge unterschrieben, der mit zumindest 80% erfüllt werden muß.
Bis zum Jahr 2027!!!

Daher baut man jetzt kalorische (schmutzige) Gas-Dampfkraftwerke wie Klagenfurt/Ebenthal oder Mellach, nur um dieses Gas zu verbrauchen. Der “schmutzige Strom”, den Österreich gar nicht braucht, wird exportiert, d.h. der Strom geht ins Ausland, der Dreck bleibt uns Österreichern. Oder der “schmutzige Strom” wird verwendet, um in Pumpspeicherkraftwerken das Wasser in die Speicher zu pumpen, womit man dann den Strom erzeugt, den man den Österreichern als “sauberen Strom” verkauft...

Deshalb sind alle politischen Bekenntnisse zu Alternativenergie nur Lippenbekenntnisse und sämtliche Förderungen nur Feigenblätter!
Nach dem vertragswidrigen Lieferstopp Russlands im Winter 2008/2009 hätte Österreich diesen Vertrag kündigen können - doch das wurde versäumt...



Reaktion Minister Mitterlehners auf den Widerstand aus der Bevölkerung:
Das Wettbewerb-Beschleunigungsgesetz

Jetzt reagiert Wien auf den Widerstand der Kärntner und Salzburger Bevölkerung, Gemeinden und Landespolitik!
Aber anders als gedacht:

Dem Parlament liegt ein Antrag von Wirtschaftsminister Mitterlehner vor. Er will ein neues Gesetz:
das Wettbewerbsbeschleunigungsgesetz

Dieses soll den Ländern sämtliche Kompetenzen in Bezug auf Leitungsbau (Strom-, Gas- und Ölleitungen) entziehen. Zuständig für die Umweltverträglichkeitsverfahren soll in Zukunft nur noch er sein!
Dieses Gesetz ist derzeit in der Begutachtungsphase.

Das Wettbewerbbeschleunigungsgesetz ist ein Anschlag auf die Rechte und Eigenständigkeit der Landespolitik und ein weiterer Schritt zur Zentralisierung, sowie eine Entmündigung von Landtag und Landesregierung!!!


Der RHI-Schmäh

Vor einiger Zeit wurde von Industriellenvereinigung und KELAG die Geschichte verbreitet, von der Transit-Leitung TGL würde sehr wohl Gas nach Kärnten abgezweigt, nämlich für die Fabriken in Radenthein und in Weißenstein. Selbstverständlich konterten wir mit den Aussagen des E-On-Chefs Wulf Bernotat im Reuters-Interview, wonach das Gas rein für den oberitalienischen Raum bestimmt sei, bzw. damit, daß es technisch gar nicht so einfach möglich sei, der 1-Meter-und-100-Bar-Leitung unterwegs Gas zu entnehmen. Nun hat die TGL plötzlich auf den neuesten Plänen in Radenthein eine Verteilerstation (Druckreduktion) eingezeichnet - zur Belieferung der Öfen der RHI für eine "zukünftige Erweiterung der Produktion"...
Dazu muß man allerdings wissen, daß bereits seit Jahrzehnten eine kleinere Erdgasleitung zur RHI (vormals RADEX, vormals ÖAMAG) führt - gebaut zu einem Zeitpunkt, wo das Radentheiner Werk weit über 2000 Mitarbeiter zählte und in drei Öfen produzierte. Heute hat das Werk nur noch 210 Mitarbeiter (60 wurden eben erst wieder entlassen), läßt derzeit tageweise ganze Schichten ausfallen und will angeblich in Kürze im Rotationsprinzip Mitarbeiter im Dreimonatstakt "stempeln schicken". Von den drei Öfen wurde einer bereits komplett abgebaut und von den beiden verbliebenen arbeitet angeblich nur noch einer im Vollbetrieb. Ein großer Teil der weltweiten Produktion wurde z.B. in die Werke in China ausgelagert.
Da fragt man sich ernsthaft, warum dann die bestehende Leitung, die für eine tatsächliche "Vollproduktion" ausgelegt war, heute für ein Zehntel der Mitarbeiter und ein Drittel der Öfen nicht mehr reichen soll und man Gas aus der TGL brauchen sollte...
Logisch: damit die TGL ein öffentliches Interesse für die Leitung durchsetzen kann. Die Verteilerstation in Radenthein existiert auf dem Papier - real vielleicht erst am Sanktnimmerleinstag. Deshalb nennen wir das den "RHI-Schmäh"! Ob die RHI selbst davon überhaupt etwas weiß, versuchen wir gerade zu klären...


Auch Drautaler Grundbesitzer einhellig gegen TGL

Am 23.4.09 fand in Aifersdorf / Paternion eine Informationsveranstaltung der TGL für die Grundbesitzer statt. Zahlreiche Landwirte und Anrainer von Ferndorf bis in die Kreuzen waren anwesend. Obwohl wir mit diesen Leuten noch sehr wenig bis überhaupt keinen Kontakt hatten, entpuppten sie sich als vehemente Gegner der Tauerngasleitung. Insbesondere die Aifersdorfer selbst erklärten, sich für kein Geld der Welt ihre Felder und damit ihre Lebensgrundlage von einer Gasleitung zerschneiden lassen zu wollen. Es war klar erkennbar, daß für Kärntens Bauern die Entschädigungszahlungen völlig zweitrangig sind und es ihnen ausschließlich um die Zukunft ihrer Heimat geht...
Erstmalig waren bei einer derartigen Veranstaltung auch einige nicht direkt betroffene "Anlieger" anwesend, die ihr fehlendes Mitspracherecht kritisierten, wenn die Gasleitung doch nur 10 Meter vor ihren Häusern vorbei laufen soll.
Wieder einmal meldete sich kein einziger Befürworter zu Wort...
Nicht unerwähnt bleiben soll, daß uns als Bürgerinitiative die TGL-Vertreter Herr Lappuch und Herr Hallinger wieder (wie ja auch umgekehrt immer) sehr fair behandelten und mit diskutieren ließen.


Dreharbeiten ORF-Bürgeranwalt

In Rennweg, Döbriach und Kreuzen fanden am 22.4.09 die Dreharbeiten des ORF für die Sendung "Bürgeranwalt" statt. Zahlreiche Anwohner und Grundbesitzer kamen in Interviews zu Wort. Unter Anderen äußerte sich der über mehrere Kilometer betroffene Graf Leonardo Foscari (Foscari-Forstbetriebe) klar gegen die Tauerngasleitung. In Rennweg klagten die Anrainer über das ohnehin durch 110-KV-Leitung, Bundesstraße und Autobahn belastete Liesertal, in Döbriach sorgen sich die Einwohner um den Tourismus und über die Gefahren...


"Tausche Heimaterde gegen gebrauchten Kleinwagen":
Den Rest holt sich das Finanzamt!
Achtung Land- und Forstwirte: Je nach Buchhaltungspflicht holt sich von Eurer "Entschädigung" das Finanzamt zwischen 25% und 50% an Steuern - habt Ihr das bedacht??? (Nachgefragt bei der Kärntner Treuhand!)


Nach etlichen Gas-Pipeline-Explosionen in den USA, nach der Explosion in Hessen und nach dem Todes-Inferno in Belgien:
Am 9.4.2009 Explosion einer Gazprom-Leitung
zum Artikel...


Warum agiert die ÖVP mitsamt sämtlichen Vorfeldorganisationen, Bundes- und Landespolitikern vehement für die TGL und gegen die Bevölkerung?
Die TGL-Connection:
Am 1.März 2009 wählten Kärnten und Salzburg einen neuen Landtag. Vor der Wahl war es wochenlang still um die TGL - schon zwei Tage nach der Wahl allerdings waren sämtliche Internet-Presseagenturen voll mit Pressemitteilungen über die Tauerngasleitung, die so "wichtig für die Versorgungssicherheit Europas" sein sollte. Und das nicht bloss auf deutsch, nein in sämtlichen europäischen Sprachen von Englisch über Spanisch, Ungarisch und Niederländisch bis hin zu Griechisch. Gezeichnet und für Rückfragen: ikp PR & Lobbying GmbH in Wien.
Nun googelt der von Neugier getriebene Gegner der russischen Transit-Leitung natürlich sofort diese "Lobbying-Agentur" - bereits ein zusammenbrechendes Weltbild der österreichischen Politik vor dem geistigen Auge - mit hochbezahlten Lobbyisten nach US-amerikanischem Vorbild Politiker einsackelnd. Und siehe da, genau so scheint es auch auszuschauen:

Bei der ikp-Geschäftsstelle Wien betreut als "Consultant" ein gewisser Mag. Gerhard Auer unter Anderem die TGL. Dieser ist laut Angaben auf der Homepage der ikp (Stand 25.3.09 - siehe Screenshot unten) seines Zeichens in der Firma aber
nicht nur für die Betreuung der TGL zuständig, sondern war Pressesprecher der ÖVP-Vorarlberg, stieg innerhalb der Partei dann auf und "zeichnete als politischer Pressesprecher und als Chefredakteur im Pressedienst der ÖVP-Bundespartei verantwortlich".

Von der Homepage der ikp PR & Lobbying GmbH:


(...zum Vergrößern ins Bild klicken!)

In einer Email der ikp von Herrn Peter Hörschinger ging uns am 26.3.09 die folgende "Richtigstellung" zu:
"[...] Richtig ist: Mag. Gerhard Auer ist als PR-Berater bei der ikp beschäftigt und arbeitet in dieser Funktion unter anderem auch im ikp-Team für die Tauerngasleitung. Vor seiner Beschäftigung bei der ikp hat Mag. Gerhard Auer für die ÖVP gearbeitet. Das geht auch eindeutig aus der von Ihnen zitierten ikp-Homepage hervor. [...]"

ikp - "Kommunikation, die einen Unterschied macht":

Und schon drängen sich dem kritischen Beobachter gewisse Vermutungen auf, warum...

  • ...der ÖVP-Bauernbund über die Landwirtschaftskammer mit Knebelungsverträgen seine eigenen Mitglieder an die Russen verkauft.
  • ...der ÖVP-Wirtschaftsbund sich massiv für die Transitleitung einsetzt und der Kärntner WK-Präsident sogar KR Dieter Burgstaller ein "Redeverbot" erteilen wollte.
  • ...die ÖVP-nahe Industriellenvereinigung (für die ikp-Geschäftsführer Hörschinger übrigens ebenfalls zeitweise tätig ist) sich nicht geniert über die Presse Fehlinformationen über Sinn und Zweck der TGL zu streuen.
  • ...Kärntens ÖVP-Chef Martinz behauptet "Ohne die TGL müssen wir eines Tages wieder zurück auf die Bäume!"
  • ...ÖVP-Minister Berlakovic sich als Landwirtschaftsminister nicht zuständig fühlt, die Kärntner und Salzburger Grund- und Waldbesitzer zu vertreten und in Großkirchheim den Kärntnern ernsthaft erzählte, wir würden die TGL brauchen, da Kärnten damit eines schönen Tages sein Biogas exportieren werde.
  • ...ÖVP-Minister Mitterlehner von einigen Zeitungen bereits mit Fabulierungen über Enteignung von Grundbesitzern zitiert wurde. Und bei der ORF-Sendung "Bürgeranwalt" den Inhalt diverser ikp-Presseaussendungen herunterbetend als DiskussionsGEGNER der Bürger auftritt.
  • ...Pressemitteilungen unserer Bürgerinitiativen bei manchen (ÖVP-nahen) Zeitungen ständig abblitzen als wären Gegner der TGL überhaupt nicht existent.
  • ...

Anscheinend sieht das die ikp-Lobbying-Agentur mittlerweile selbst auch so, dass diese Sache eine schiefe Optik erzeugt - denn inzwischen wurden in den Lebensläufen der Mitarbeiter die Hinweise auf die ÖVP-Verbindungen entfernt! Den Originaltext sehen Sie allerdings weiterhin im Screenshot oben...


Mit UNSEREM Geld gefördert:

EU-Förderung für die "Durchführbarkeitsstudie - Tauerngasleitung":
€ 3 155 000.- (in "echtem Geld" über 44 Mio. Schilling!)
=50% der Kosten!!! *
- da hat sich wohl jemand eine goldene Nase verdient...

*Quelle Intratren - EU-Fördergelder
(http://ec.europa.eu/energy/grants/docs/subsidies_dg_tren_2007.pdf
)


Informationen, die manche Politiker lesen sollten, bevor sie reden:

Kronenzeitung 31.12.08:




...zum kompletten Artikel

Erschreckende Uninformiertheit mancher hochrangiger Politiker, die die TGL nun anscheinend in die Parteipolitik ziehen wollen:

LR Rohr: "...TGL... für die zukünftge Energieversorgungssicherheit hochrelevantes Projekt, welches auch viele Arbeitsplätze schaffen würde... sinnvolles und wichtiges Projekt für Kärnten...Versuch, die TGL zu stoppen, gefährdet das Entwicklungspotential des Wirtschaftsstandortes Kärnten..." (Pressedienst der SPÖ am 19.12.08)

LR Martinz: "Wir brauchen diese Leitung für unsere Unabhängigkeit. Wir brauchen das Gas!" (im persönlichen Gespräch)

WK-Präsident Pacher: "...enorm wichtiges Projekt für die Kärntner Wirtschaft... Impuls, der die Wirtschaft ankurbelt... bei Industrie ist massiver Bedarf gegeben..." (Kleine Zeitung 31.12.08)

Industriellenvereinigung: "Mit Stichleitungen könnten sich zahlreiche Betriebe entlang der Tauerngasleitung ansiedeln..." (Kleine Zeitung 30.12.08)

SCHREIBEN SIE IHREN POLITIKERN UND KLÄREN SIE SIE AUF:

SPÖ-Landtagsklub: herwig.seiser@aon.at
LR Ing. Reinhart Rohr: reinhart.rohr@ktn.gv.at

ÖVP-Landtagsklub: office@oevpclub.at
LR Dr. Josef Martinz: josef.martinz@ktn.gv.at

Wirtschaftskammer Kärnten, Präsident Franz Pacher: pacher.franz@funback.at


31.12.08.: Peinlich für die Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung:
Während WK-Präs. Pacher in der Kleinen Zeitung darüber fabuliert, wie wichtig das Gas aus dieser Leitung für die Kärntner Industrie ist (zum Kleine-Artikel), erklären die Betreiber zeitgleich in der Krone, daß für Kärnten überhaupt kein Gas aus dieser Leitung vorgesehen ist (zur Krone-Titelseite und zum Krone-Artikel)


Pressemeldungen zum Nachdenken:

Machdemonstration: Russland dreht Ukraine das Gas ab
Das blüht Europa durch die Abhängigkeit von russischen Gaskonzernen: zum Artikel...

Gaskonzerne bilden "Erdgas-OPEC"
Zukünftiges Preis-Diktat durch Monopolisierung: zum Artikel...


15.12.08: Erfolg in Kärnten:
Landeshauptmann und LH-Stv. gegen Tauerngasleitung!
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